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Studie kritisiert Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern in China

An den Arbeitsbedingungen bei Zulieferfirmen von Apple in China ist erneut Kritik laut geworden. In zehn untersuchten Zulieferbetrieben leisteten die Arbeiter zwischen 100 bis 130 Überstunden pro Monat und arbeiteten unter gesundheitsschädlichen Bedingungen, hieß es im Bericht der in New York ansässigen Organisation China Labor Watch.

Peking (afp) – An den Arbeitsbedingungen bei Zulieferfirmen von Apple in China ist erneut Kritik laut geworden. In zehn untersuchten Zulieferbetrieben leisteten die Arbeiter zwischen 100 bis 130 Überstunden pro Monat und arbeiteten unter gesundheitsschädlichen Bedingungen, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der in New York ansässigen Organisation China Labor Watch. Ende März hatten Apple und der Zulieferbetrieb Foxconn Besserung gelobt, nachdem eine Arbeitsrechtsorganisation Missstände überprüft hatte.

Die Verstöße gegen das Arbeitsrecht, wie sie bei Foxconn nachgewiesen worden waren, sind laut China Labor Watch auch bei anderen Zulieferern anzutreffen – und in vielen Fällen sogar schlimmer als bei Foxconn. Demnach werden die geleisteten Überstunden nicht adäquat bezahlt. Nach chinesischem Arbeitsrecht dürfen monatlich maximal 36 Überstunden geleistet werden, die mit 50 Prozent mehr Lohn vergütet werden müssen.

Der generell niedrige Lohn verleite viele Arbeiter dazu, Überstunden anzunehmen, auch wenn diese nicht rechtmäßig vergütet würden, hieß es in dem Bericht. 70 Prozent der Arbeiter könnten sich kein Produkt von Apple leisten, obwohl sie gerne eines hätten. Zudem seien die Arbeiter täglich hohem Lärm und giftigen Stoffen ausgesetzt und verletzten sich häufig an den Maschinen. Darüber hinaus griffen die Betriebe auf Zeitarbeiter zurück, die wie „Arbeiter zweiter Klasse“ behandelt würden.

Für die Untersuchung wurden Arbeiter persönlich oder mittels Fragebogen befragt. Zudem beobachtete China Labor Watch die Arbeitsbedingungen in den Fabriken bei heimlichen Besuchen. In einem Brief an Apple-Chef Tim Cook forderte Li Quiang, Direktor von China Labor Watch, die Arbeitsbedingungen wie versprochen zu verbessern.

Die Arbeitsrechtsorganisation Fair Labor Association (FLA) hatte Ende März über Arbeitsrechtsverstöße und Gesundheits- und Sicherheitsgefahren berichtet, nachdem sie mit Einwilligung von Apple über 35.000 Beschäftigte von Foxconn befragt hatte. Nach Angaben von FLA verpflichtete sich Apple daraufhin, die Arbeitszeit auf das gesetzlich vorgeschriebene Maß zu reduzieren, ohne die Bezahlung zu kürzen, sowie den Gesundheitsschutz und die Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern.