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Neuer Weltbank-Chef Kim will Kampf gegen Armut fortsetzen

Washington (afp) – Bei seinem Amtsantritt hat der neue Weltbank-Chef Jim Yong Kim einen entschiedenen Kampf gegen die Armut auf der Welt versprochen. Kim erklärte am Montag in Washington, gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten, der Zivilgesellschaft und „den Menschen in Armut, denen wir dienen“ die Arbeit seines Vorgängers Robert Zoellick fortsetzen zu wollen. Der von den USA vorgeschlagene Gesundheitsexperte war Mitte April zum neuen Chef der Weltbank ernannt worden.

„Ich kann nicht abwarten, loszulegen“, sagte Kim. Der aus Südkorea stammende US-Bürger betonte, dass er „die meiste Zeit meines Erwachsenenlebens in einigen der ärmsten Gemeinden der Welt gearbeitet“ habe. Als Arzt war Kim vor allem in der Forschung und für das Aids-Programm der Weltgesundheitsorganisation WHO tätig. Zuletzt leitete er die US-Eliteuniversität Dartmouth College.

Laut einem ungeschriebenen Gesetz steht an der Spitze der Weltbank immer ein US-Bürger, während der Internationale Währungsfonds (IWF) von einem Europäer geführt wird. Angesichts des wachsenden Gewichts der Schwellenländer stellen Staaten wie China, Indien oder Brasilien dies aber zunehmend in Frage.

Die Weltbank wurde wie ihre Schwesterorganisation IWF 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods gegründet und sollte ursprünglich den Wiederaufbau Europas nach dem Zweiten Weltkrieg voranbringen. Heute ist die Kernaufgabe der aus fünf verschiedenen internationalen Organisationen bestehenden Weltbank-Gruppe, die Armut in der Welt zu bekämpfen und die Lebensbedingungen der Menschen in den Entwicklungsländern zu verbessern.