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EZB-Beschäftigte klagen in Euro-Krise über hohe Arbeitsbelastung

Frankfurt/Main (afp) – Die Arbeitslast in der Schulden- und Finanzkrise macht den Beschäftigten der Europäischen Zentralbank (EZB) einer Umfrage zufolge zu schaffen. Rund 80 Prozent der EZB-Belegschaft verspüren momentan eine hohe Arbeitsbelastung, wie aus einer am Dienstag in Frankfurt am Main veröffentlichten Umfrage der EZB-Gewerkschaft Ipso hervorgeht. Nach Einschätzung von drei Vierteln der Zentralbanker handelt es sich demnach um eine anhaltende und keine kurzfristige Belastung.

Ebenfalls rund drei Viertel der EZB-Belegschaft machen derzeit Überstunden, wie aus den Ergebnissen der Umfrage hervorgeht. Jedoch sind wiederum drei Viertel nicht berechtigt, einen Ausgleich für Überstunden zu erhalten. Von jenen, die Überstunden abgegolten bekommen, erhält fast die Hälfte demnach eine finanzielle Kompensation und keine Freizeit zum Ausgleich.

Fast zwei Fünftel (37,8 Prozent) der Zentralbanker sind der Ansicht, die Situation habe sich in den vergangenen Jahren verschlechtert, wie aus der Studie hervorgeht. Für 54 Prozent veränderte sich die Lage demnach nicht. Für fast zwei Drittel (62,8 Prozent) wirkt sich die Arbeitsbelastung zu einem gewissen Grad auf Privatleben oder Gesundheit aus, für weitere 15,6 Prozent sind diese Auswirkungen sogar gravierend.

An der Online-Umfrage der Ipso beteiligten sich 715 Zentralbanker. Insgesamt beschäftigt die EZB rund 2600 Menschen.