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UN-Konferenz zu Waffenhandelsabkommen mit Verspätung begonnen

New York (afp) – Mit einem Tag Verzögerung haben am Dienstag die UN-Verhandlungen über ein weltweites Waffenhandelsabkommen begonnen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eröffnete in New York die Konferenz, die den Handel mit konventionellen Waffen in einem künftigen „Arms Trade Treaty“ regeln und beschränken soll. Der Start der Verhandlungen hatte sich um 24 Stunden verzögert, weil Ägypten einen Ausschluss der EU gefordert hatte, falls die Palästinenser nicht teilnehmen dürften. Die EU wie die Palästinenser habe nur einen Beobachterstatus. Die UN-Konferenz soll bis 27. Juli dauern.

Zwar räumt eine große Mehrheit der Länder die Notwendigkeit einer internationalen Vereinbarung ein, die Transparenz und klare Regelungen auf dem Waffenmarkt schafft. Jedoch wollen viele Länder Ausnahmen durchsetzen, darunter China, das seine Geschäfte mit leichten Waffen in Drittweltstaaten in Gefahr sieht. Die Europäer setzen sich für strikte Regelungen ein. Der Waffenhandel hat nach Schätzungen einen Jahresumsatz von 70 Milliarden Dollar (55 Milliarden Euro), davon entfallen allein auf die USA etwa 40 Prozent.

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