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Fünf Tote bei Protesten gegen Goldmine in Peru

Lima (afp) – Die Zahl der Toten bei Protesten gegen den geplanten Bau einer Goldmine in Peru ist weiter gestiegen. Nach Angaben von Ärzten wurden bei den Ausschreitungen in der vergangenen Woche mindestens fünf Menschen getötet. Die Behörden hatten die Zahl der Toten in der Stadt Celendín im Norden des Landes zunächst mit drei angegeben. Bei weiteren Auseinandersetzungen am Mittwoch in Bambamarca starb ein weiterer Mensch, ein fünfter wurden den Angaben zufolge durch einen Kopfschuss getötet.

Im Zuge der Proteste rief die peruanische Regierung in der Provinz Cajamarca den Notstand aus und mobilisierte die Armee, um die Polizei vor Ort zu unterstützen. Unter anderem wurde die Versammlungsfreiheit außer Kraft gesetzt.

Einwohner demonstrieren seit Monaten gegen das Bergbauprojekt Conga des US-Konzerns Newmont. Umweltgruppen befürchten eine Verschmutzung des Grund- und Trinkwassers durch den Abbau von Gold. Der für das Jahr 2014 geplante Baubeginn der Mine war 2010 von der Regierung des damaligen Präsidenten Alan García beschlossen worden. Garcías Nachfolger Ollanta Humala unterstützt das Projekt auch, will aber die möglichen Folgen für die Umwelt untersuchen lassen.

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