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Zwölf chinesische Fabriken wegen Bleivergiftungen geschlossen

Peking (afp) – Im Osten Chinas haben die Behörden zwölf Fabriken geschlossen, nachdem rund um ein Industriegebiet mehr als 15 Kinder an einer Bleivergiftung erkrankten. In den Betrieben für Metalle, Chemikalien und Recyclingpapier in der Stadt Jian in der Provinz Jiangxi sei die Produktion vorübergehend gestoppt worden, um die Fälle zu untersuchen, hieß es in einer Erklärung, die staatliche Medien am Montag abdruckten.

Wie die „Jugendzeitung“ berichtete, war im Juni bei einem Jungen, der in der Nähe des Industriegebiets wohnt, ein erhöhter Bleigehalt im Blut festgestellt worden. Anschließend wurde noch bei 15 weiteren Kindern eine Bleivergiftung festgestellt.

Blei kann Übelkeit und Schmerzen, aber auch Herz- und Nierenschäden versuchen und die Fruchtbarkeit verringern, vor allem bei Kindern. Besorgte Eltern drängten die Behörden deshalb, die Fabriken zu schließen. Die Stadtverwaltung betonte allerdings, bislang gebe es noch keine Beweise dafür, dass das Blei aus dem betroffenen Industriegebiet stammt.

Umweltfragen sind in China, wo das rasante Wachstum nicht selten auf Kosten des Umweltschutzes geht, immer häufiger Anlass für Proteste. Erst in der vergangenen Woche hatten die chinesischen Behörden nach heftigen Protesten tausender Anwohner auf den geplanten Bau einer Fabrik für Schwermetalle in der südwestchinesischen Stadt Shifang verzichtet.

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