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„Change for Good“: Unternehmenspartner vermitteln Unicef Wechselgeld über den Wolken

„Change“ steht für das Wechselgeld und „Change for Good“ für eine globale Initiative der Unicef. Fluggesellschaften stellen ihren Gästen Beutel zur Verfügung, mit denen sie ihr Reisekleingeld spenden können. Was für den Fluggast einen Kleinstbetrag darstellt, summiert sich zu einer wertvollen Hilfe für das Kinderhilfswerk: Weltweit kamen bereits über 65 Millionen Euro zusammen.

Köln (csr-news) – „Change“ steht für das Wechselgeld und „Change for Good“ für eine globale Initiative der Unicef. Die teilnehmenden Fluggesellschaften stellen ihren Gästen Beutel zur Verfügung, mit denen sie ihr Reisekleingeld spenden können. Was für den einzelnen Fluggast einen Kleinstbetrag darstellt, summiert sich zu einer wertvollen Hilfe für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen: Insgesamt kamen durch „Change for Good“ weltweit bereits über 65 Millionen Euro zusammen.

Bisher waren die Fluggesellschaften American Airlines, Qantas und Cathay Pacific an der Initiative beteiligt, Anfang Juli kam easyJet hinzu. Die britische Airline mit den günstigen Tarifen befördert jährlich 55 Millionen Passagiere. „Change for Good“ wird im Sommer und Winter im europäischen Netzwerk von easyJet angeboten und eine wichtige Unterstützung für die Unicef bewirken. In Sachen Unternehmensverantwortung will easyJet ansonsten mit der Klimaverantwortung punkten, zu ihrem Nachhaltigkeitsengagement bietet die Fluggesellschaft allerdings nur einen oberflächlichen und nicht an akzeptierten Standards orientierten Bericht an.

Unternehmenspartnerschaften und Transparenz

„Change for Good“ ist ein Beispiel für Unternehmenspartnerschaften, die der United Nations International Children’s Emergency Fund, so die Langfassung des Namens, ausbauen will. 28 Unternehmen oder Unternehmensstiftungen zählt die Liste der Unternehmenspartner der deutschen Sektion. „Für die Auswahl der Unternehmen gibt es einen vierstufigen Auswahlprozess“, erklärte Unicef Deutschland-Sprecherin Helga Kuhn gegenüber CSR NEWS: Zunächst dürfen sie nicht gegen moralische Grundsätze verstoßen, also nicht mit Kinderarbeit, dem Handel mit Waffen, Alkohol oder Tabak oder dem Ersatz von Muttermilch durch Milchpulver verbunden sein. Unicef international verfügt über eine Datenbank, die Finanzbeteiligungen und Firmengeflechte im Blick auf diese Kriterien aufschlüsselt.

„Hinzu kommt die Einschätzung aus deutscher Sicht: Wofür steht das Unternehmen in Deutschland? Ist ein Engagement für Unicef glaubwürdig?“, so Kuhn. Sodann wird geprüft, ob die geplanten Maßnahmen zum Kinderhilfswerk passen und – insbesondere bei Cause Related Marketing – ob sie langfristig ausgerichtet sind. Und schließlich müssen die Fundraising-Maßnahmen von den Unternehmen alleine getragen werden können, sodass kein Unicef-Geld in Werbung fließt.

Letzteres ist dem Kinderhilfswerk besonders wichtig: 2008 führte die Aufdeckung von Misswirtschaft mit Spendengeldern, Provisionszahlungen an Spendenwerber und hohen Beraterhonoraren zu deutlichen Spendeneinbrüchen und die Organisation verlor das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Die Unicef verpflichtete sich danach zu einem hohen Maß an Offenheit und bietet dazu heute eine eigene Transparenz-Seite im Internet an.

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