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Unsaubere Praktiken für viele Finanzmanager Schlüssel zum Erfolg

Washington (afp) – Ein Viertel der Finanzmanager an der Wall Street und im europäischen Finanzzentrum London hält einer Umfrage zufolge unsaubere Praktiken für einen Schlüssel zum Erfolg. 24 Prozent der befragten Manager gaben an, unethisches oder illegales Vorgehen sei für Erfolg notwendig, wie die Anwaltskanzlei Labaton Sucharow am Dienstag mitteilte. Mehr als jeder Sechste (16 Prozent) würde demnach eine Straftat begehen, wenn sie wüssten, dass sie damit durchkommen.

30 Prozent sehen sich selbst laut Umfrage aufgrund ihres Gehalts oder ihrer Boni unter dem Druck, ethische Standards zu verletzen. Vier von zehn Befragten (39 Prozent) gehen demnach davon aus, dass ihre Wettbewerber gegen Gesetze oder ethische Maximen verstoßen.

„Wenn Fehlverhalten verbreitet ist und von Finanzangestellten akzeptiert wird, gerät die Integrität unseres gesamten Finanzsystems in Gefahr“, kommentierte der Vorsitzende des Whistleblower-Programms von Labaton Sucharow, Jordan Thomas, die Umfrageergebnisse. Die Kanzlei hatte für die Umfrage im Juni 500 Finanzmanager in Großbritannien und den Vereinigten Staaten befragen lassen.