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By one, give one: Ein Schal für eine Schuluniform

Red Botó ist ein StartUp in der Textilbranche, die Marke adressiert mit ihren Produkten besonders junge Kunden. Neben dem modischen Design ihrer Schals wirbt sie dabei mit einem Versprechen: Für jeden verkauften Schal erhält ein Kind in einem Entwicklungsland eine Schuluniform.

Mülheim an der Ruhr (csr-news) – Red Botó ist ein StartUp in der Textilbranche, die Marke adressiert mit ihren Produkten besonders junge Kunden. Neben dem modischen Design ihrer Schals wirbt sie dabei mit einem Versprechen: Für jeden verkauften Schal erhält ein Kind in einem Entwicklungsland eine Schuluniform.

„Wir möchten eine Alternative zu H&M, ZARA und Co. sein“, sagte Red Botó Gründer und Geschäftsführer Marc Uthay gegenüber CSR NEWS. Derzeit hat das im September 2011 gegründete Fashion Label ausschließlich Schals im Angebot, gearbeitet wird an T-Shirts und das Ziel ist ein Textilangebot, das „von Kopf bis Fuß“ reicht. Seine junge Zielgruppe will der Unternehmer aus Mülheim an der Ruhr über Social Media erreichen – etwa über die eigene Facebook-Seite mit derzeit 1.300 „likes“ – und wirbt dabei mit einem doppelten Slogan: „Get styled – change life“.

In vielen Ländern Afrikas und Asiens ist eine Schuluniform Voraussetzung für den Schulbesuch – und zugleich der ganze Stolz ihrer Träger. Marc Uthay sammelte bei der von jungen Menschen initiierten Hilfsorganisation 2aid.org Erfahrungen mit der Entwicklungszusammenarbeit. Von der „Charity“ kam er zum „Social Business“ und gründete ein Unternehmen, das seinen Kunden attraktive Angebote unterbreitet und doch zugleich den „social case“ groß schreibt.

Das Versprechen „eine Schuluniform für einen Schal“ ist mehr als Cause Related Marketing: Die Uniformen kosten je nach Land zwischen 7 und 15 US Dollar, so Marc Uthay. Vergeben werden sollen sie von Nichtregierungsorganisationen, mit denen Red Botó kooperiert: ECONEF in Tansania und OSDA in Ghana. Über 2.000 Schüler sollen 2012 davon profitieren, so lautet das Ziel des jungen Unternehmens. Wie Gloria Urbach aus Ghana gegenüber CSR NEWS berichtete, sollen dort bereits im September 315 von Red Botó gesponserte Uniformen für die Primary School (Vor- und Grundschule) zur Verfügung stehen. Die Aufträge zum Schneidern der ersten 35 Kleidungsstücke wurden an Schneiderinnen in dem Dorf vergeben, in dem sich auch die Schule befindet.

Das Label Red Botó will also die Kosten für seine Designer, die Herstellung der Schals in Deutschland, den Kauf der Schuluniformen – eine pro verkauftem Schal – und die eigenen Overhead-Kosten erwirtschaften. Ein anspruchsvolles Ziel und Marc Uthay ist zuversichtlich, dass dies gelingt. Nur mit einem satten Ertrag jenseits der Kostendeckung rechnet er nicht.

Red Botó gehört zu den Kandidaten für den Deutschen Engagementpreis, Kategorie Wirtschaft.

Das Label im Internet: www.redboto.com

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