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Olympia-Organisatoren gehen Vorwurf der Ausbeutung durch Adidas nach

London (afp) – Die Veranstalter der Olympischen Spiele in London gehen Vorwürfen nach, wonach der deutsche Sportartikelhersteller Adidas Fabrikarbeiter in Kambodscha ausgebeutet haben soll. Der Fall werde untersucht, sagte ein Sprecher des Londoner Organisationskomitees am Samstag nach einem Bericht des „Daily Telegraph“. Die Zeitung hatte berichtet, dass Arbeiter in einer Fabrik nahe der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh für die Herstellung von Olympia-Fanartikeln trotz einer Arbeitswoche von sechs Tagen nur ein monatliches Grundgehalt von 61 Dollar (50 Euro) bekämen.

Fabrikarbeiter sagten der Zeitung, sie hätten ihr Gehalt bei einer Aufstockung der täglichen Arbeitszeit von acht auf zehn Stunden auf 120 Dollar monatlich aufbessern können. Dies sei weniger als das Existenzminimum, erklärten Aktivisten. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre dies ein Verstoß gegen die Vereinbarung mit den Olympia-Organisatoren, den Angestellten einen Lohn zu zahlen, der die Lebenshaltungskosten deckt. Der Aktivistengruppe Labour Behind Label zufolge liegt das Existenzminimum eines kambodschanischen Arbeiters mit zwei Kindern bei 260 Dollar monatlich.

Ein Adidas-Sprecher sagte dem „Daily Telegraph“, die Arbeiter der Fabrik verdienten durchschnittlich 130 Dollar monatlich. Dies sei mehr als der Mindestlohn. Das Unternehmen sei überzeugt, alle Vorschriften der Veranstalter der Sommerspiele einzuhalten. Zudem kündigte der Sprecher an, dass die Angestellten in Kambodscha im Laufe des Jahres wie andere Textilarbeiter auch mehr Lohn bekommen sollen. Die in der kambodschanischen Fabrik hergestellten Fanartikel wie T-Shirts und Taschen sollen während der Olympischen Spiele vom 27. Juli bis zum 12. August in ganz Großbritannien zu kaufen sein.