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Dreamwork: Wie ein Winterdienstleister seine Mitarbeiter einbindet

Der Winterdienstler Dornseif ist von der Verwaltungsberufsgenossenschaft mit dem Arbeitsschutzpreis ausgezeichnet worden. Eine Krankenquote von nur 1,3 Prozent und kein Unfall auf dem Betriebsgelände seit Unternehmensgründung fanden darin ihre Anerkennung. Dornseif engagiert sich mit seinem Konzept Dreamwork außergewöhnlich für seine Arbeitnehmer.

Münster (csr-news) – Der Winterdienstler Dornseif ist von der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) in der Kategorie „Ganzheitliche Maßnahmen für Arbeits- und Gesundheitsschutz“ mit dem Arbeitsschutzpreis ausgezeichnet worden. Eine Krankenquote von nur 1,3 Prozent und kein Unfall auf dem Betriebsgelände seit Unternehmensgründung vor zehn Jahren fanden darin Anfang Juli ihre Anerkennung. Dornseif engagiert sich mit seinem Konzept Dreamwork außergewöhnlich für seine Arbeitnehmer.

30 Mitarbeiter managen aus Münster bundesweit den Winterdienst von Unternehmen, Kommunen und einzelnen Privatleuten. Das bedeutet viel Stress in den Wintermonaten und viel Zeit im Sommer. Mit Dreamwork will Dornseif eine positiv geprägte Arbeitgebermarke aufbauen und seine Mitarbeiter langfristig binden. Das Engagement des Mittelständlers geht deshalb weit über ein branchenübliches Jahresarbeitszeitkonto hinaus: In Kooperation mit einem externen Familienservice erhalten Mitarbeiter Unterstützung bei Kinderbetreuung und Pflegeaufgaben, eine Schnupper-Teilzeit erleichtert den Einstieg in flexible Arbeitszeitmodelle, im Krankheitsfall garantiert das Unternehmen bis zur 26. Krankheitswoche den bisherigen Nettoverdienst und die Länge der Pausen während der bezahlten Arbeitszeit ist Vertrauensangelegenheit.

Eine besondere Idee stellt der Home-Office-Koffer dar: ein transportables Firmenbüro, das Mitarbeiter im Notfall mit nach Hause nehmen können. Es enthält ein Notebook, einen Drucker und umfangreiches Büromaterial und ist insbesondere für familiäre Notfälle gedacht.

Von einer vertrauensvollen Unternehmenskultur in dem mittelständischen Familienbetrieb berichtet die Assistentin der Unternehmensleitung, Georgina Gott, gegenüber CSR NEWS. So seien bei Familiengründungen offene Gespräche zwischen den Mitarbeitern und der Unternehmensleitung über die Familienplanung kein Einzelfall, Männer würden zur Nutzung der Elternzeit ermutigt. Und wer seine Meinung anonym sagen will, kann sich an einen als Vertrauensanwalt eingesetzten externen Rechtsanwalt wenden.

Basis dieser Unternehmenskultur ist die Beteiligung der Mitarbeiter an dem Projekt Dreamwork und an anderen unternehmerischen Entscheidungen, etwa der Ausgestaltung des für das kommende Jahr geplanten Neubaus. Viermal im Jahr findet eine große Mitarbeiterbesprechung statt, in der auch zur wirtschaftlichen Situation des Unternehmens berichtet wird.

Dieses Engagement hat Dornseif einige Anerkennungen und Zertifikate eingebracht, beispielsweise

Denn auch dafür nutzt der Winterdienstleister die langen Sommermonate: Er schärft sein Profil durch die Teilnahme an solchen Wettbewerben.

Foto: Der Home-Office-Koffer im Einsatz