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Adidas schließt seine einzige Fabrik in China

Herzogenaurach (afp) – Der Sportartikel-Hersteller Adidas schließt seine einzige konzerneigene Fabrik in China und lässt in der Volksrepublik künftig nur noch in Auftrag produzieren. An dem Standort im ostchinesischen Suzhou mit rund 160 Beschäftigten werde voraussichtlich Ende Oktober die Arbeit eingestellt, sagte eine Adidas-Sprecherin und bestätigte damit einen Bericht des „Wall Street Journals“. Dennoch werde Adidas künftig den Großteil seiner Angebotspalette in China fertigen lassen. China „ist und bleibt der wichtigste Beschaffungsmarkt“ für den Konzern, erklärte die Sprecherin.

Hintergrund der Standortschließung sei das Bemühen von Adidas um Kosteneffizienz, sagte die Konzernsprecherin. Weltweit habe Adidas „weniger als eine Hand voll eigener Fabriken“. In China selbst arbeitet Adidas mit rund 300 Subunternehmern zusammen, die dort in Auftrag fertigen. Die Volksrepublik ist für den Konzern auch ein wichtiger Absatzmarkt. 2011 steigerte der fränkische Konzern dort seinen Umsatz um 23 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2012 von Januar bis März kletterten die Erlöse sogar um 26 Prozent nach oben.