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Ein Toter bei Aufstand in indischer Autofabrik

Neu Delhi (afp) – Bei einem gewaltsamen Aufstand von Mitarbeitern einer Fabrik des indischen Autoherstellers Maruti Suzuki ist ein Mensch getötet worden. Mehr als 40 weitere Menschen seien verletzt worden, als die Angestellten eines Werks in der Nähe der Hauptstadt Neu Delhi gewaltsam gegen Manager der Fabrik vorgegangen seien, sagte ein Unternehmensvertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Den Angaben zufolge begannen die Auseinandersetzungen bereits am Mittwoch.

Das Todesopfer sei in einem Konferenzraum verbrannt. Es habe bislang nicht identifiziert werden können, sagte der Unternehmensvertreter. Unter den Verletzten befänden sich Produktionsarbeiter und Führungskräfte. Die Arbeit in dem Werk wurde demnach vollständig eingestellt. In einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens hieß es zunächst nur, Arbeiter hätten in dem Werk Feuer gelegt, Büroräume verwüstet und weiteren Sachschaden angerichtet. Maruti Suzuki gehört zur japanischen Suzuki-Gruppe und ist der größte Autohersteller Indiens.

Nach Unternehmensangaben begannen die Auseinandersetzungen, nachdem ein Mitarbeiter einen Vorgesetzten geschlagen hatte. Kollegen des Angreifers hinderten Vertreter des Managements daraufhin gewaltsam, nach der Arbeit das Gebäude zu verlassen. In der Nacht nahm die Polizei nach eigenen Angaben etwa 80 Mitarbeiter des Werks fest. Bei dem Einsatz in der Fabrik seien neun Polizisten verletzt worden. Das Werk liegt etwa 50 Kilometer von Neu Delhi entfernt. Etwa 2000 Mitarbeiter produzieren dort täglich rund 1200 Autos.

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