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Greenpeace-Aktivisten bekleben Shell-Zapfsäulen mit Aufklebern

Hamburg (afp) – Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben nach eigenen Angaben in mehr als 50 deutschen Städten gegen geplante Ölbohrungen in der Arktis durch den Energiekonzern Shell protestiert. Wie Greenpeace Deutschland am Samstag in Hamburg mitteilte, beklebten die Aktivisten Zapfsäulen und Zapfpistolen an Shell-Tankstellen mit Protest-Aufklebern. Zugleich seien Tankkunden über das Vorhaben des Konzerns informiert worden.

Greenpeace hat in den vergangenen Wochen international mehr als eine Million Unterschriften gegen die geplanten Bohrungen gesammelt. Zudem hatten Aktivisten vor gut einer Woche den Sitz die Zentrale des Shell-Konzerns im niederländischen Den Haag vorübergehend blockiert. Die Umweltschützer befürchten durch die Ölbohrungen schwere Umweltschäden im sensiblen Ökosystem der Arktis.

Die Shell Deutschland GmbH bekannte sich in einer Stellungnahme zu den Protesten zwar ausdrücklich zum Recht auf freie Meinungsäußerung, kritisierte aber die Aktionen auf Tankstellengelände. Es dürften „die Sicherheit unserer Kunden, unserer Mitarbeiter und anderer sowie Eigentumsrecht nicht missachtet werden“, mahnte Unternehmenssprecherin Cornelia Wolber in Hamburg. Diese Regeln würden durch die Aktionen von Greenpeace verletzt.