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Photocircle: So profitieren Fotografen, ihre Kunden und die Gesellschaft

Das Startup Photocircle gibt ein Beispiel für die kreative Verbindung von unternehmerischer Zielsetzung und gesellschaftlichem Nutzen: Das Internetportal bietet künstlerische Fotos an, die der Kunde auf Leinwand, Acrylglas oder Alu Dibond drucken lässt. Davon profitieren auch die Länder, aus denen die Bilder stammen.

Berlin (csr-news) – Das Startup Photocircle gibt ein Beispiel für die kreative Verbindung von unternehmerischer Zielsetzung und gesellschaftlichem Nutzen: Das Internetportal bietet künstlerische Fotos an, die der Kunde auf Leinwand, Acrylglas oder Alu Dibond drucken lässt. Alternativ können eigene Fotos hochgeladen und gedruckt werden. Ein erheblicher Teil des Erlöses fließt sozialen Projekten zu, die der Käufer unter den Partnerorganisationen von Photocircle auswählt: Sechs Prozent des Grundpreises und mindestens 30 Prozent des Fotografenhonorars fließen so in Regionen zurück, aus denen die Aufnahmen stammen. Die Plattform startete am Dienstag. „Es läuft sehr gut an“, sagte Unternehmensgründer Thomas Heinrich gegenüber CSR NEWS.

Zu den Fotografen auf der Plattform zählt Jakob Berr. Die Bilder des Münchener Fotojournalisten stammen aus Bangladesch und portraitieren das Leben und die Arbeit der Menschen dort. Der intensive Kontakt mit Armut und menschlichem Leid auf seinen Reisen habe ihm „deutlich die soziale Verantwortung vor Augen geführt, die ich als Fotograf mittrage“, schreibt Berr in seiner Vorstellung. Viele Fotografen spenden mehr als die obligatorischen 30 Prozent, berichtete Heinrich. Photocircle will demnächst den Verein Netz e.V. als Partner aufnehmen, damit Erlöse des Portals auch nach Bangladesch fließen.

Vorwiegend kooperiert Photocircle mit großen gemeinnützigen Partnern, etwa PLAN International und der UNO-Flüchtlingshilfe. Das kleine Unternehmen könne nicht die Reputation vieler gemeinnütziger Organisationen überprüfen und greife daher zuerst auf anerkannte Partner mit DZI-Spendensiegel zurück, so Heinrich. Der Wirtschaftswissenschaftler entwickelte das Projekt im Berliner Social Impact Lab und kann sich jetzt über ein 18-monatiges Stipendium der Gründerwerkstatt der Beuth-Hochschule Berlin freuen. Danach aber muss die Firma, die Heinrich derzeit als Einzelunternehmer mit vollem Risiko führt, auch wirtschaftlich nachhaltig aufgestellt sein.

Photocircle im Internet:
www.photocircle.net

Foto: Das Photocircleteam mit (von links) Gianna, Thomas, Francesco, Ralph und Saskia

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