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Gauck: Sorgen wegen Ausflaggung der „MS Deutschland“ nachvollziehbar

Berlin (afp) – Bundespräsident Joachim Gauck hat Verständnis für die Sorgen der Besatzung des Kreuzfahrtschiffs „MS Deutschland“ wegen dessen geplanter Ausflaggung geäußert. Dies geht nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung vom Samstag aus einem Brief hervor, der auf Veranlassung Gaucks vom Präsidialamt an den Kapitän des Schiffes geschickt worden ist. Der Kapitän Andreas Jungblut hatte sich zuvor seinerseits an Gauck mit der Bitte um Hilfe gewandt.

Die als ZDF-„Traumschiff“ bekannt gewordene „MS Deutschland“ soll künftig statt unter deutscher unter maltesischer Flagge fahren, um Kosten zu sparen. Die Besatzung befürchtet deswegen Nachteile. Ausflaggungen ermöglichen Reedern unter anderem, Besatzungen ohne die im Inland geltenden Tarifbestimmungen oder Sozialangaben anzuheuern. Die „MS Deutschland“ der schleswig-holsteinischen Reederei Deilmann liegt derzeit in London, wo sie als Gästeschiff des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) fungiert.