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Cameron startet an Olympia-Schlusstag Initiative gegen Hunger

London (afp) – Am Schlusstag der Olympischen Sommerspiele in London hat der britische Premierminister David Cameron eine Initiative gegen den Hunger in der Welt gestartet. Cameron sagte am Sonntag bei dem „Gipfel gegen Hunger“ an seinem Amtssitz in der Downing Street 120 Millionen Pfund (rund 153 Millionen Euro) zur Erforschung dürre-resistenter und vitaminreicher Pflanzen zu. Jeder dritte Kindstod sei auf Mangelernährung zurückzuführen, 171 Millionen Kinder seien mit zwei Jahren so schlecht ernährt, dass ihr Körper und ihr Geist sich niemals mehr voll entwickeln könnten, beklagte Cameron.

An der Konferenz nahmen bekannte Sportler wie der brasilianische Fußballstar Pelé und der äthiopische Langstreckenläufer Haile Gebreselassie teil. Auch der aus Somalia stammende britische Goldmedaillengewinner im 5000- und 10.000-Meter-Lauf, Mo Farah, war dabei. Zu den Zielsetzungen der Londoner Initiative gehört es, in den kommenden vier Jahren 25 Millionen Kinder vor der Verkümmerung durch schlechte Ernährung zu bewahren. Mitveranstalter des Gipfels gegen Hunger war der brasilianische Vizepräsident Michel Temer. In Rio de Janeiro finden 2016 die kommenden Olympischen Sommerspiele statt.

Olympia-Sieger wie die äthiopische 10.000-Meter-Läuferin Tirunesh Dibaba und der britische Weitspringer Greg Rutherford unterzeichneten einen offenen Brief, in dem Cameron aufgefordert wurde, „den größten jemals unternommenen Anlauf gegen Hunger und Mangelernährung zu starten“. Als Athleten könnten sie beurteilen, wie wichtig die richtige Ernährung sei, um körperlich und geistig fit zu sein. „Trotz eines reichhaltigen Angebots an Nahrungsmitteln auf der ganzen Welt geht jeder siebte jeden Tag hungrig zu Bett.“