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Wird der Golf VII ein 3-Liter-Auto? (Textfassung)

Hamburg / Wolfsburg (csr-news) – Volkswagen könnte den nächsten Golf als echtes 3-Liter-Auto präsentieren. Davon zeigte sich der Greenpeace-Verkehrsexperte Wolfgang Lohbeck überzeugt. Gegenüber CSR NEWS sagte er, dazu müsse der Autobauer lediglich Techniken in den Massenmarkt integrieren, wie sie mit der BlueMotion-Technologie bereits zur Verfügung stünden. Zudem fordert der Greenpeace-Verkehrsexperte ein anderes Marketing von dem Konzern. Dass viele Autokäufer Fahrzeuggewicht mit Status gleichsetzten, sei ein Ergebnis der Volkswagen-Werbebotschaften. Eine am Dienstag vorgestellte Untersuchung des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen belegt, dass die Deutschen PKWs mit immer mehr PS kaufen.

CSR NEWS wollte von Greenpeace wissen, wie die NGO es selbst mit Dienstfahrzeugen hält. Und von VW, was der Konzern zu der Greenpeace-Forderung sagt.

Laut Lohbeck besitzt Greenpeace keine eigenen Fahrzeuge. Im Bedarfsfall werde auf externe Fahrzeuge zurückgegriffen, ein VW sei seines Wissens nicht darunter, so der Verkehrsexperte.

VW will sich bei der Veröffentlichung seiner Produktinformationen nicht von der NGO treiben lassen. Detaillierte Auskünfte zu den Umwelteigenschaften des Golf VII wird es wohl auf dem Pariser Autosalon im September geben. Ein Unternehmenssprecher verwies gegenüber CSR NEWS auf Ziele, zu denen sich Volkswagen bereits bekannt hat: Die Reduzierung der CO2- Emissionen seiner europäischen Neuwagenflotte bis 2015 unter die Marke von 120 Gramm CO2/km und eine Effizienzsteigerung jeder neuen Modellgeneration im Schnitt um 10 bis 15 Prozent. Der Golf VII werde auch beim Verbrauch neue Maßstäbe in seiner Fahrzeugklasse setzen.