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Mindestens 24 Tote bei Raffinerie-Unglück in Venezuela

Caracas (afp) – Bei einer Explosion in einer Öl-Raffinerie sind in Venezuela mindestens 24 Menschen getötet worden. Mindestens 56 weitere Menschen wurden nach Regierungsangaben bei dem Unglück am frühen Samstagmorgen verletzt. Nach Angaben von Energieminister Rafael Ramírez wurden neben großen Teilen der Raffinerie auch mehrere Wohnhäuser in der Umgebung schwer beschädigt.

Unter den Toten sei auch ein zehnjähriger Junge, sagte die Gouverneurin des Staates Falcón, Stella Lugo, dem Fernsehsender VTV. Vizepräsident Elías Jaua sagte, die Mehrheit der Toten und Verletzten seien Nationalgardisten. Die Druckwelle habe auf dem Gelände die Unterkünfte der Nationalgarde, die für die Sicherheit der Anlage verantwortlich war, voll getroffen.

Die Explosion in der Stadt Amuay im Nordwesten des Landes wurde nach Angaben des Energieministeriums durch ein Gasleck ausgelöst, dessen Ursache noch unklar sei. Das entweichende Gas sei explodiert und habe mindestens zwei Öltanks in Brand gesetzt. Minister Ramírez zufolge waren mehrere Feuer auf dem Gelände unter Kontrolle. Eine Untersuchungskommission sei eingesetzt worden.

Venezuela ist der fünftgrößte Öl-Exporteur der Welt. Die Raffinerie von Amuay ist die größte des Landes. Normalerweise werden dort rund 645.000 Barrel Rohöl pro Tag verarbeitet.