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IHK-Unternehmensbarometer zu CSR

Fast jedes Unternehmen (98 Prozent) mit mehr als zwanzig Mitarbeitern engagiert sich nach eigener Einschätzung weit mehr als es vom Gesetzgeber gefordert wird. Dies ist ein zentrales Ergebnis des heute veröffentlichten „IHK-Unternehmensbarometer zu CSR“. Im Vorfeld des in dieser Woche stattfindenden CSR-Forums bekräftigen die IHKs ihre Haltung gegen eine gesetzliche Berichtspflicht, wie sie von der Europäischen Kommission geplant wird.

Berlin (csr-news) > Fast jedes Unternehmen (98 Prozent) mit mehr als zwanzig Mitarbeitern engagiert sich nach eigener Einschätzung weit mehr als es vom Gesetzgeber gefordert wird. Dies ist ein zentrales Ergebnis des heute veröffentlichten „IHK-Unternehmensbarometer zu CSR“. Im Vorfeld des in dieser Woche stattfindenden CSR-Forums bekräftigen die IHKs ihre Haltung gegen eine gesetzliche Berichtspflicht, wie sie von der Europäischen Kommission geplant wird.

„Gesellschaftliches Engagement ist fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur in Deutschland“, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann dem Handelsblatt. Mit neuen Berichtspflichten würde das Gegenteil erreicht, denn laut Umfrage erwägt immerhin jedes fünfte Unternehmen, in diesem Fall das eigene Engagement zurückzufahren. Den Planungen der Europäischen Kommission erteilen die Unternehmen eine klare Absage, vielmehr halten sie eine verbrauchernahe Informationspolitik und die Verleihung von CSR-Preisen für ein probates Mittel, verantwortliches Handeln in den Unternehmen voranzutreiben. „Gesetzliche Berichtspflichten engen die CSR-Vielfalt ein und widersprechen dem Grundgedanken des gesellschaftlichen Engagements“, warnt der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks, der den DIHK beim in dieser Woche in Berlin tagenden „Nationalem CSR-Forum“ vertritt. Dabei scheuen die Unternehmen vor allem zusätzlichen finanziellen und bürokratischen Aufwand. Rund 81 Prozent der Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern nennen diesen Grund für ihre Ablehnung. Außerdem erwartet die Hälfte der Unternehmen zusätzliche Beeinträchtigungen im Tagesgeschäft. Vielleicht macht gerade dieser Punkt ein falsch interpretiertes CSR-Verständnis deutlich. Denn längst nicht alle Unternehmen stehen einer Berichtspflicht ablehnend gegenüber, auch wenn nur fünf Prozent keinerlei Beeinträchtigung erwarten, so trauen sich immerhin fast ein Viertel noch keine Beurteilung zu.

Volle Ablehnung, vor allem der Baubranche, auch beim Thema soziale und ökologische Faktoren bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zu berücksichtigen. Dabei berücksichtigen 69 Prozent der Unternehmen dies für ihre eigene Zusammenarbeit mit Lieferanten. Für 28 Prozent soll ein nachhaltiges Beschaffungsmanagement in Zukunft sogar eine noch wichtigere Rolle spielen. Zu den wichtigsten CSR-Themen gehören für die meisten Unternehmen neben den ökologischen Aspekten wie Energieeffizienz und schonender Umgang mit Ressourcen vor allem das soziale Engagement. Driftmann: „Unternehmen sind dabei besonders aktiv in der Förderung ihrer Mitarbeiter, im Engagement für junge Menschen, bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie in der Förderung von Sport und Kultur in ihrer Region“. In der Summe bekräftigt der DIHT mit der Umfrage seine ablehnende Haltung gegenüber verpflichtenden Elementen. Für Verantwortung ist Freiraum nötig heißt es im Schlusswort der Umfrage.

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