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Zahl der Beschäftigten mit Niedriglohn nimmt zu

Berlin (afp) – Die Zahl der Beschäftigten, die für einen Niedriglohn arbeiten, hat zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, erhielt im Jahr 2010 jeder fünfte Arbeitnehmer in Betrieben mit zehn oder mehr Beschäftigten einen Niedriglohn. Ihr Anteil lag demnach im Jahr 2010 bei 20,6 Prozent, 2006 waren es 18,7 Prozent gewesen. Mit der Steigerung setze sich ein „langfristiger Trend“ fort, erklärte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler.

Die Grenze, unter der für das Jahr 2010 von einem Niedriglohn gesprochen wurde, lag den Angaben zufolge bei 10,36 Euro Bruttostundenverdienst. Ein Niedriglohn liegt vor, wenn der Verdienst eines Beschäftigten geringer als zwei Drittel des so genannten Medianverdienstes – also des mittleren Verdienstes aller Beschäftigten – ist.

Am häufigsten müssen sich Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Wochenarbeitsstunden, befristet Beschäftigte, Zeitarbeiter und Mini-Jobber mit einem Niedriglohn zufrieden geben. Besonders hoch war der Anteil von Beschäftigten mit Niedriglohn laut Statistischem Bundesamt bei Taxifahrern (87 Prozent), Friseuren (85,6 Prozent) und im Reinigungsgewerbe (81,5 Prozent). Aber auch im Gaststättengewerbe und in Kinos gab es viele Beschäftigte mit Niedriglohn.

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