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14 vietnamesische Arbeiter bei Brand nahe Moskau getötet

Moskau (afp) – Bei einem Feuer nahe Moskau sind am Dienstag 14 Arbeiter aus Vietnam verbrannt. Vier weitere Menschen wurden bei dem Brand in einer früheren Fabrik in Jegorjewsk verletzt, einer davon in ein Krankenhaus eingeliefert, wie das russische Notfallministerium mitteilte. Die Behörden nahmen nach eigenen Angaben Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften auf.

Russische Nachrichtenagenturen berichteten unter Berufung auf örtliche Quellen, die Migranten seien illegal in einer Kleiderfabrik beschäftigt gewesen. Das Nachrichtenportal “Life News” berichtete, die Opfer des neuesten Brandes seien von ihrem Arbeitgeber von außen in einem 30 Quadratmeter großen Raum zur Arbeit eingeschlossen worden. Sie hätten nur einmal pro Tag Material und Lebensmittel erhalten.

Arbeitsmigranten aus Asien und anderen früheren Sowjetrepubliken sind in Russland häufig Opfer bei Bränden und anderer Unfälle an ihrem Wohn- oder Arbeitsort. Bei einem Brand Anfang April in einer Markthalle im Süden Moskaus starben 17 Ausländer, die dort arbeiteten und auch lebten. Im Mai wurden sieben ausländische Arbeiter bei einem Feuer in einem Abrissgebäude getötet.