Nachrichten

Tchibo will Brandschutz in Textilfabriken in Bangladesch stärken

Berlin (afp) – Tchibo hat sich zu einem besseren Brandschutz in Textilfabriken in Bangladesch verpflichtet. Das Unternehmen, das neben Kaffee oft auch Kleidung anbietet, habe eine entsprechende Vereinbarung mit Gewerkschaften in Bangladesch und internationalen Nichtregierungsorganisationen getroffen, teilte das entwicklungspolitische Netzwerk INKOTA am Donnerstag mit. Das Brandschutzprogramm sieht demnach unter anderem unabhängige Inspektionen von Gebäuden und eine Überarbeitung der Sicherheitsstandards vor. Zudem sollen Arbeitnehmer besser über ihre Rechte aufgeklärt und geschult werden.

Tchibo sei erst der zweite Einzelhändler, der sich dem Sicherheitsprogramm verpflichte, erklärte INKOTA. Erstunterzeichner sei das weltweit größte Bekleidungsunternehmen PVH, zu dem die Marken Tommy Hilfiger und Calvin Klein gehören. Es sei an der Zeit, dass andere Marken folgten, forderte INKOTA.

In Bangladesch arbeiten rund drei Millionen Menschen in tausenden Textilfabriken, die meisten von ihnen Frauen. Wegen der extrem niedrigen Löhne lassen dort zahlreiche internationale Bekleidungsfirmen produzieren. Bangladesch exportierte im vergangenen Jahr Bekleidung im Wert von 19 Milliarden Dollar (14,6 Milliarden Euro). Aufgrund mangelnder Gebäudesicherheit sind in dem südasiatischen Land laut INKOTA seit 2006 mehr als 600 Arbeiter ums Leben gekommen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar