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Max-Spohr-Preis: Vielfalt ist Potenzial

Heute werden die Deutsche Telekom und die Stadt München mit dem diesjährigen Max-Spohr-Preis ausgezeichnet. Dieser wird bereits zum siebten Mal, vom Völklinger Kreis (VK), dem Bundesverband schwuler Führungskräfte, an Unternehmen vergeben, die ein umfassendes Diversity-Management umsetzen und dabei vor allem auch die Belange homosexueller Mitarbeiter berücksichtigen.

Frankfurt (csr-news) > Heute werden die Deutsche Telekom und die Stadt München mit dem diesjährigen Max-Spohr-Preis ausgezeichnet. Dieser wird bereits zum siebten Mal, vom Völklinger Kreis (VK), dem Bundesverband schwuler Führungskräfte, an Unternehmen vergeben, die ein umfassendes Diversity-Management umsetzen und dabei vor allem auch die Belange homosexueller Mitarbeiter berücksichtigen.

„Gerade weil stärkere Diversity ein Ausdruck unternehmerischer Vernunft ist, sollte die deutsche Wirtschaft auf diesem Feld weiter voranschreiten“, schreibt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im Vorwort der Ausschreibungsunterlagen. Unter ihrer Schirmherrschaft wird der Preis heute im Rahmen eines Festaktes an Vertreter der Deutschen Telekom und der Stadt München übergeben. René Behr, Vorstand Diversity des VK: „Die vielfältigen Lebensentwürfe, persönlichen Hintergründe und Erfahrungen, die in Deutschland existieren, sind ein wichtiger Standortfaktor. München und Deutsche Telekom beweisen, dass sich ein konstruktiver Umgang mit der Mitarbeitervielfalt auszahlt, ob im öffentlichen Sektor oder in der Wirtschaft. In diesem Jahr wurden für den Preis erstmals auch Arbeitgeber der öffentlichen Hand berücksichtigt. Der Juryvorsitzende Alber Kehrer bezeichnete die Landeshauptstadt München als Vorreiter im Diversity Management und dem Umgang mit einer vielfältigen Bevölkerung. Als Beispiel nannte er die seit zehn Jahren bestehende Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, die in alle relevanten Prozesse eingebunden wird. Sie fungiert als Ansprechpartner für Stadtangestellte und alle Bürgerinnen und Bürger von München. Kehrer: „Das Klima der Offenheit zeigt sich an der großen Zahl schwul-lesbischer Führungskräfte, die offen auftreten und als Vorbilder fungieren“. Erfreut erklärte Münchens Oberbürgermeister, Christian Ude: „Als aufgeschlossene und erfolgsorientierte Weltstadt bietet München den unterschiedlichsten Menschen ein Zuhause. Die heutige Anerkennung, dass wir auch als öffentlicher Arbeitgeber unsere Mitarbeitervielfalt angemessen pflegen und fördern, ist eine besondere Ehre und zusätzliche Motivation“.

Auch Mechthilde Maier, Leiterin Group Diversity Management bei der Deutschen Telekom AG war über den Preis erfreut. Die Telekom treibt Diversity seit Jahren erfolgreich und öffentlichkeitswirksam voran, so die Begründung der Jury. Zudem erfreut sich das Thema eines starken Supports durch die Vorstandsebene. Kehrer: Besonders beeindruckt hat die Jury die intensive Zusammenarbeit mit dem unternehmensinternen schwul-lesbisch-bi-trans*-Mitarbeiternetzwerk „queerbeet“. „Das Unternehmen fördert die Sichtbarkeit des Netzwerks und erhöht damit das Bewusstsein für die sexuelle Orientierung auf verschieden Art und Weise“, so Kehrer weiter. Maier bestätigte die Bedeutung des Diversity Managements als wichtiger Eckpfeiler der Unternehmens- und Personalstrategie. „Unsere feste Überzeugung: Da wo Vielfalt zugelassen und gefördert wird, entstehen die besten Ideen, die kreativsten Lösungen und verbessert sich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Unternehmen“. Maier bezeichnete die Auszeichnung als Würdigung der bisherigen Arbeit und gleichzeitig als Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzuführen. Gerade dieser Impuls ist ein wichtiger Aspekt des Preises. Kehrer: „Die Erfahrung hat gezeigt, dass durch ihn neue Impulse bei den Preisträgern gesetzt werden und sich weitere innovative Ansätze entwickeln. Dies wünschen wir uns natürlich auch für die diesjährigen Preisträger“.

Der VK rief den Max-Spohr-Preis 2001 ins Leben. Seitdem wurde er an die Ford Werke GmbH, die Deutsche Bank AG, die Deutsche Bahn AG, die Volkswagen Financial Services AG, die SAP AG, die Commerzbank AG und die IBM Deutschland GmbH verliehen.

Studie zum Thema: Diversity Management in Deutschland 2011