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Ecuador verärgert über NDR-Reportage über Bananenproduktion

Quito (afp) – Mit Empörung hat Ecuador auf eine deutsche Fernsehdokumentation zum Bananenanbau reagiert. Die am 27. August ausgestrahlte NDR-Produktion „Der Preis der Bananen“ solle Ecuador als weltgrößten Bananen-Exporteur herabsetzen, erklärte das Außen- und Handelsministerium am Mittwoch in Quito. Ecuador weise die Darstellungen in dem Film entschieden zurück. Die Dokumentation prangert die Ausbeutung von Plantagenarbeitern und den Einsatz von Pestiziden in Ecuador an, gleichzeitig aber auch das Konsumverhalten in den Abnehmerländern, wo nur schöne Ware zu Niedrigpreisen gefragt sei.

Die Reportage lasse alle in den vergangenen Jahren ergriffenen Maßnahmen zum Arbeits- und Umweltschutz und die hohen Qualitätsstandards außer Acht, heißt es in der Erklärung. Ecuador arbeite an einem Verzeichnis der eingesetzten Pestizide und habe eine Kontrollstelle eingerichtet. Zu den Arbeitsbedingungen heißt es, dass es in Ecuador verpflichtend sei, alle Landarbeiter zu versichern. Zudem gebe es Richtwerte für Arbeitslöhne, Kinderarbeit sei verboten. Außerdem verfolge die Regierung eine Mindestpreispolitik bei Agrarprodukten von etwa 5,50 Dollar (4,30 Euro) pro Kiste Früchte.

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