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TI: Zwei Drittel der Rüstungskonzerne zu intransparent

London (afp) – Rund zwei Drittel der großen Rüstungskonzerne weltweit sind nach Einschätzung von Transparency International (TI) nicht offen genug im Umgang mit Maßnahmen zur Bekämpfung der Korruption. In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Organisation über 129 Konzerne fanden sich nur zehn Firmen mit „guten Informationen über ihre Anti-Korruptionssysteme“, die folglich die beiden besten Bewertungen A und B erhielten.

65 Prozent der Firmen hingegen erhielten Bewertungen zwischen D und F, darunter auch die deutschen Konzerne Krauss-Maffei Wegmann, die Rheinmetall AG und die Diehl Stiftung. Transparency untersuchte auf der Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen Angaben zu ethischen Regeln und Systemen zur Korruptionsbekämpfung der Rüstungsunternehmen.

Fast die Hälfte der untersuchten Konzerne lieferte demnach „nur sehr wenige Nachweise“ über die Existenz von Systemen zur Korruptionsvermeidung und darüber, dass sie ethische Standards einhielten, monierte die Organisation. Sie seien daher in die Kategorien E und F eingeordnet worden. Die Note E erhielt etwa die Rheinmetall AG, F bekam Krauss-Maffei Wegmann.

>> Die Ergebnisse der Studie im Internet