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Fabrikbrand in Pakistan: Noch keine Hilfe für Opfer

Bönen (csr-news) – Fast vier Wochen nach dem verheerenden Brand in einer Textilfabrik in der pakistanischen Stadt Karachi ist bei den Opfern noch keine Hilfe angekommen. Der deutsche Textildiscounter KiK hatte in der Fabrik fertigen lassen und die Einrichtung eines Hilfsfonds angekündigt. „Bisher wurde kein Versprechen eingelöst“, beklagte Nasir Mansoor, Gewerkschafter der National Trade Unions Federation (NTUF), auf einer Pressekonferenz in Karatschi. „Weder wurden den Hinterbliebenen die versprochenen Entschädigungen ausbezahlt, noch gibt es Hilfe für diejenigen, die das Inferno überlebten, seither aber ohne jedes Einkommen sind.“

Der KiK-Geschäftsführer für Nachhaltigkeitsmanagement und Unternehmenskommunikation, Michael Arretz, bedauerte gegenüber CSR NEWS, dass sein Unternehmen mit den Hilfsleistungen nicht weitergekommen sei. Bisher gebe es keine Listen, anhand derer die Geschädigten und ihre Angehörigen identifiziert werden könnten. Auch habe KiK bisher vor Ort keinen Ansprechpartner für die Auszahlung der Hilfsleistungen gefunden. Zugleich zeigte sich Arretz enttäuscht, dass sich keine weiteren Unternehmen öffentlich zu ihrer Verantwortung bekennen, die bei der pakistanischen Firma ALI Enterprises fertigen ließen. Leistungen für die Familien, deren Ernährer durch die Brandkatastrophe ausgefallen seien, müssten mit Priorität vorangebracht werden, so der KiK-Geschäftsführer.

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