Nachrichten

Metall- und Elektrobranche stellt sich auf mehr Kurzarbeit ein

Berlin (afp) – Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie richten sich angesichts anhaltender globaler Konjunktursorgen auf eine steigende Zahl von Kurzarbeitern ein. Im September zeigten die Betriebe für 29.500 Beschäftigte Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) an, wie der Arbeitgeberverband Gesamtmetall am Dienstag bestätigte. Gegenüber dem Vormonat habe sich die Zahl verdoppelt.

Gesamtmetall-Verbandspräsident Rainer Dulger warnte in der „Bild“-Zeitung vom Dienstag jedoch vor Panikmache. Es könne nicht immer mit „Vollgas nach vorne“ gehen, betonte er. Es herrsche in der Industrie noch keine Krisenstimmung. Verglichen mit dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 sind die Zahlen derzeit vergleichsweise gering. Damals war nach Gesamtmetall-Angaben für rund 480.000 Beschäftigte der Branche Kurzarbeit angemeldet worden.

Die Zahl der Anzeigen sei nicht identisch mit der Zahl derjenigen, die tatsächlich in Kurzarbeit gingen, sagte ein Gesamtmetall-Sprecher AFP. Es handle sich um die Beschäftigungsverhältnisse, bei denen die Unternehmen eine entsprechende Prüfung und Genehmigung der BA wünschten. Eventuell würden dann später weniger Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt.

About the author

CSRjournalist

Achim Halfmann ist Geschäftsführer von CSR NEWS und lebt im Bergischen Land. Seine Themen liegen vorallem in den Bereichen Gesellschaft, Medien und Internationales.

Leave a Comment