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Vertrauensbildend: der G&D-Fortschrittsbericht zum Global Compact

Dieser Fortschrittsbericht zum UN Global Compact will gelesen werden – was man durchaus nicht von allen Sachstandsmitteilungen zu der globalen Selbstverpflichtungserklärung für Unternehmen sagen kann: Giesecke & Devrient (G&D) bietet ein Dokument mit einer ansprechenden Grafik, einer übersichtlichen und an die Systematik der Global Reporting Initiative (GRI) angelehnten Gliederung sowie 30 Seiten Nachhaltigkeitsinformation.

München (csr-news) – Dieser Fortschrittsbericht zum UN Global Compact will gelesen werden – was man durchaus nicht von allen Sachstandsmitteilungen zu der globalen Selbstverpflichtungserklärung für Unternehmen sagen kann: Giesecke & Devrient (G&D) bietet ein Dokument mit einer ansprechenden Grafik, einer übersichtlichen und an die Systematik der Global Reporting Initiative (GRI) angelehnten Gliederung sowie 30 Seiten Nachhaltigkeitsinformation. In dem 1852 gegründeten Familienunternehmen tritt der Fortschrittsbericht an die Stelle eines Nachhaltigkeitsberichtes und ergänzt die Ausführungen dazu im Geschäftsbericht.

Vor der Notwendigkeit einer auf den Kapitalmarkt zielenden Nachhaltigkeitsinformation steht das Familienunternehmen nicht. Wohl aber werden sich dessen Kunden dafür interessieren, wie verantwortungsbewusst die Firma ihre Geschäfte gestaltet: das sind zum Beispiel Banken und Zentralbanken, Regierungsstellen, Mobilfunkanbieter, Kasinos oder Verkehrsbetriebe. G&D ist in sensiblen Branchen tätig: der Herstellung und Bearbeitung von Banknoten und Ausweissystemen sowie in der Entwicklung von Sicherheitsanwendungen für den elektronischen Zahlungsverkehr und die Telekommunikation. „Für uns als Familienunternehmen ist gesellschaftliche Verantwortung schon lange fester Bestandteil unseres unternehmerischen Handelns. In den letzten Jahren wird dabei zunehmend der Nachweis unseres Engagements von Kunden und Marktteilnehmern eingefordert wird“, sagt Mareike Ahrens aus dem CSR-Team von G&D. Und ihre Kollegin Ulrike Woenckhaus berichtet, dass zunehmend in Ausschreibungen nach CSR-Aktivitäten, Umweltschutz, der Einhaltung von Arbeitsnormen und der Mitgliedschaft im UN Global Compact gefragt wird.

Nachhaltig zu handeln sei für G&D nichts Neues, sagt Ahrens. Allerdings nimmt das Unternehmen die gesellschaftliche Verantwortung seit dem Jahr 2009 strukturierter wahr: Relevante Daten werden systematisch erfasst und das Engagement wird auf drei Schwerpunktthemen fokussiert: Umwelt, Mitarbeiter sowie Sicherheit & Gesellschaft. 2010 bekannte sich G&D zu den zehn Prinzipien des UN Global Compact und trat dem Bündnis bei. 2011 legte das Unternehmen den ersten Fortschrittsbericht vor, ermittelte seinen CO2-Fußabdruck und legte zugleich ein Ziel fest: die Kohlendioxid-Emissionen bis 2016 um zehn Prozent gegenüber 2010 zu reduzieren. Die Umsetzung dieses Zieles, die weitere Datenerhebung und die notwendigen Investitionen werden jetzt mit den Tochtergesellschaften und deren Sustainability-Verantwortlichen abgestimmt.

Für das CSR-Team bietet der Bericht einen Anlass, um mit den Kollegen anderer Abteilungen verstärkt in den Austausch über die Nachhaltigkeitsziele zu treten und deren Umsetzung zu konkretisieren. „Das ist ein kontinuierlicher Prozess“, sagt Woenckhaus. Gesteuert wird dieser Prozess über klar definierte Systeme und Standards. Dazu gehören neben dem G&D-Verhaltenskodex ein Sustainability- und ein Compliance-Management-System sowie nach ISO 14001 zertifizierte Umweltschutz- und nach OHSAS 18001 zertifizierte Arbeitsschutzmanagement-Systeme. Das im Fortschrittsbericht dokumentierte Nachhaltigkeitsengagement soll in allen Bereichen des Unternehmens Bedeutung gewinnen – darunter dem Vertrieb. „Wir sagen den Vertriebsmitarbeitern: Gerade für den Kundenkontakt oder bei der Bearbeitung von Ausschreibung ist die Dokumentation sehr hilfreich“, berichtet Ahrens.

Auch der 2007 entworfene und 2011 neu aufgelegte Verhaltenskodex soll alle Bereiche des Unternehmens durchdringen. „Als Familienunternehmen ist die sichtbare Orientierung unseres unternehmerischen Handelns am Prinzip der Nachhaltigkeit ein Pfeiler unseres langfristigen Erfolges und ein zentraler Wettbewerbsvorteil“, heißt es darin. Der Kodex ist für Mitarbeiter und Lieferanten verpflichtend, integriert die Prinzipien des UN Global Compact und gewichtet das Thema Compliance hoch. Damit der Kodex nicht nur auf dem Papier steht, sondern Teil der Unternehmenskultur wird, hat G&D ein für alle Mitarbeiter verpflichtendes eLearning-Programm geschaffen. Denn „der Verhaltenskodex ist unsere ‚G&D-Verfassung‘ und enthält die Werte, für die wir als Unternehmen stehen“, sagt Woenckhaus.

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