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„Made in Germany“-Siegel genießt unter Deutschen hohes Vertrauen

Frankfurt/Main (afp) – 125 Jahre nach seiner Einführung genießt das Herkunftssiegel „Made in Germany“ unter den Deutschen einer Umfrage zufolge weiterhin großes Vertrauen. Für rund 70 Prozent der Bundesbürger stehe es für hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards, teilte die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) am Freitag in Frankfurt am Main unter Verweis auf eine von ihr gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Innofact AG erstellte Studie mit.

Die Mehrheit der Deutschen (58 Prozent) bevorzuge bei Kaufentscheidungen bewusst entsprechende Produkte, erklärte die DGQ unter Berufung auf die repräsentative Umfrage. 54 Prozent zahlten demnach auch mehr für ein Produkt „Made in Germany“. „Die ‚Geiz ist geil‘-Mentalität hat sich erfreulicherweise beim Großteil der deutschen Verbraucher nicht durchgesetzt“, erklärte DGQ-Geschäftsführer Wolfgang Kaerkes dazu. „Kunden verlangen nach Qualität. Das müssen Unternehmen ernst nehmen.“ Allerdings war ein Drittel der Befragten auch der Meinung, dass der Stellenwert des Gütesiegels gesunken sei.

Die Herkunftsbezeichnung „Made in Germany“ ist generell seit 125 Jahren in Gebrauch. Eine gesetzliche Grundlage oder eine Kennzeichnungspflicht bestehen nicht. Nach EU-Bestimmungen ist für eine Ursprungsbezeichnung aber maßgebend, wo der letzte wesentliche Produktionsschritt vorgenommen wird. Bei Exporten von Waren aus Deutschland in Länder außerhalb der EU richten sich die Vorschriften für die Verwendung nach den jeweiligen Importvorschriften der Handelspartner. Für die Studie wurden tausend Bundesbürger befragt.