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GSK treibt die Zusammenarbeit zur Bekämpfung weltweiter Erkrankungen voran

GlaxoSmithKline (GSK) hat in der vergangenen Woche bekannt gegeben, sein Streben nach mehr Transparenz und Zusammenarbeit durch die Implementierung zusätzlicher Maßnahmen auszubauen. Im Rahmen einer vom Wellcome Trust ausgerichteten Veranstaltung hat Sir Andrew Witty, der Vorstandsvorsitzende von GSK, das neue Konzept vorgestellt.

München (csr-service) GlaxoSmithKline (GSK) hat in der vergangenen Woche bekannt gegeben, sein Streben nach mehr Transparenz und Zusammenarbeit durch die Implementierung zusätzlicher Maßnahmen auszubauen. Im Rahmen einer vom Wellcome Trust ausgerichteten Veranstaltung hat Sir Andrew Witty, der Vorstandsvorsitzende von GSK, das neue Konzept vorgestellt. Es beruht auf dem von GSK begründeten, erfolgversprechenden Anspruch nach „Offenlegung von Innovationen“ im Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) und wurde mit dem Ziel entwickelt, neue Lösungen für die weltweit bedrohlichsten Erkrankungen zu finden.

GSK hat in den vergangenen Jahren sein Geschäftsmodell grundlegend geändert. Im Ergebnis treibt das Unternehmen nun durch ein „zur-Verfügung-stellen“ intellektuellen Eigentums sowie durch Partnerschaften die firmenübergreifende F&E voran, um Krankheiten zu bekämpfen, die die ärmsten Menschen der Welt treffen. Auf diesem Fortschritt basieren die heute von GSK vorgestellten Maßnahmen, die maßgeblich für die Entwicklung neuer sowie schneller wirkender Behandlungsmöglichkeiten gegen Tuberkulose verantwortlich sind und gleichzeitig die dringend benötigte F&E Arbeit wieder auf die richtige Spur bringen. Zudem soll damit eine unabhängige Forschung zu Krankheiten in Entwicklungsländern ermöglicht werden.

Darüber hinaus verpflichtet sich GSK erneut mit einem weiteren Projekt, detaillierte Daten aus klinischen Studien bereitzustellen und damit – vor dem Hintergrund eines besser vernetzten wissenschaftlichen Sachverstandes – in weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen den Patientennutzen zu optimieren.

Im Vorfeld der Veranstaltung betonte Andrew Witty: „Als global agierendes Unternehmen im Gesundheitswesen trägt GSK eine Mitverantwortung, all seine Ressourcen und seine Expertise in den Dienst der Bekämpfung lebensbedrohlicher Krankheiten zu stellen. Jedoch können wir auf Grund der Komplexität der Wissenschaft und der Tragweite der genannten Herausforderung diese Probleme nicht alleine bewältigen. Wir müssen dem begegnen, indem wir Partnerschaften schließen und dadurch die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch fördern. Ich bin überzeugt, dass wir durch das zur-Verfügung-stellen unserer klinischen Studiendaten zudem weitere wissenschaftliche Erkenntnisse fördern. Es freut mich sehr, dass uns die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells gelungen ist. Wir sind uns jedoch auch bewusst, dass weit mehr erreicht werden kann. Die heute vorgestellten Initiativen werden auf dem Fortschritt von gestern den Erfolg von morgen bauen.“

Der Direktor des Wellcome Trust, Sir Mark Walport, fügte hinzu: „In seinem Streben nach mehr Transparenz und Zusammenarbeit kann GSK sicherlich als Vorreiter für die gesamte pharmazeutische Industrie gesehen werden, in dessen Folge der medizinische Fortschritt vorangetrieben werden kann. Ein wirklich medizinischer Durchbruch entsteht nicht von heute auf morgen, sondern ist die Folge tiefgreifender wissenschaftlicher Zusammenarbeit und der daraus resultierenden Lernerfolge. Die von GSK vorgestellten Initiativen sind mutig und innovativ zugleich, und deshalb ein richtiger Schritt in Richtung der Bekämpfung von Krankheiten, denen sich die Menschheit heute gegenübersieht.

Veröffentlichung der GSK Tuberkulose Substanzbibliothek

Auf der Suche nach Präparaten, die TB-Bakterien unschädlich machen, haben Wissenschaftler von GSK die gesamte pharmazeutische Substanzbibliothek des Unternehmens, die mehr als zwei Millionen Substanzen umfasst, durchleuchtet. Die Ergebnisse der Untersuchung, rund 200 vielversprechende Treffer, die als Grundlage für die weitere Erforschung neuartiger Medikamente gegen TB gesehen werden können, werden in einem wissenschaftlichen Magazin veröffentlicht.

Zum ersten Mal veröffentlicht damit ein pharmazeutisches Unternehmen seine streng gehüteten Substanzen, die gegen TB Wirkung gezeigt haben. Mit diesem Vorgehen sollen andere Unternehmen ermutigt werden, mit auf den Zug aufzuspringen und durch die gegenseitige Offenlegung von Informationen die Erforschung einer Krankheit zu beschleunigen, die jedes Jahr rund 1,5 Millionen Menschen weltweit das Leben kostet.

Ähnliches hat GSK bereits 2009/2010 erreicht, als es mit der Veröffentlichung seiner Malaria-Substanzen seine Expertise zahlreichen Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt zugänglich machte. Seitdem wurden vielversprechende Forschungsprojekte in die Tat umgesetzt.

Zusätzliche £5 Millionen für das GSK „Open Lab“

Um die Vernetzung wissenschaftlicher Expertise weiter voranzutreiben, verdoppelt GSK die finanzielle Unterstützung seines „Open Lab“ in Tres Cantos, Spanien, um weitere £5 Millionen.

Das 2010 erbaute „Open Lab“ ermöglicht unabhängigen Wissenschaftlern Zugang zu den Anlagen, Ressourcen und dem Wissen von GSK, mit dem Ziel, dass die Forscher ihre eigenen Projekte zur Bekämpfung von Krankheiten in Entwicklungsländern weiter vorantreiben können.

Bis heute haben 16 Forschungsprojekte das Portfolio bereichert. So konnte beispielsweise iThemba, eine von der Südafrikanischen Regierung unterstütze Firma, im „Open Lab“ seine Forschung zur Identifizierung neuer potentieller Substanzen gegen TB mit besonders hartnäckigen Resistenzen und bei Koinfektion mit HIV-AIDS, ausbauen. Darüber hinaus laufen in Tres Cantos Forschungsprojekte gegen TB, Malaria, Chagas, Leishmaniose sowie die Schlafkrankheit.

Die Mehrzahl der Projekte wird von der Tres Cantos Open Lab Stiftung finanziert, einer unabhängigen, gemeinnützigen Organisation, die mit einem Finanzpolster von £5 Millionen von GSK gegründet wurde. Unter der Leitung führender Wissenschaftler unterstützt und finanziert die Stiftung die Forscher bei der Entwicklung und Förderung neuer Ideen, die neue Medikamente generieren um Krankheiten in Entwicklungsländern zu behandeln. Unter der Prämisse, ihr Wissen zu teilen, können andere Forscher wiederum von den Ergebnissen profitieren.

GSK veröffentlicht detaillierte klinische Studiendaten

GSK ist entschlossen, alle Informationen zu seinen klinischen Studien zu teilen. So stellt GSK sowohl Zusammenfassungen der anlaufenden Studien als auch die Abschlussergebnisse aller klinischen Studien – ob positiv oder negativ – für alle zugänglich im Internet bereit. Bis heute umfasst die Website annähernd 4.500 Abschlussberichte aus klinischen Studien, die von durchschnittlich rund 10.000 Interessierten monatlich abgerufen werden. Außerdem bemüht sich GSK um die Veröffentlichung der Ergebnisse aller klinischen Studien, die die eigenen Medikamente bewerten, unabhängig davon, ob positiv oder nicht. Diese sollen dann in Fachzeitschriften publiziert werden.

Das Streben nach Offenlegung und Transparenz gipfelt bei GSK in der Errichtung eines Systems, das Wissenschaftlern den Zugang zu detaillierten, anonymen Patienten-spezifischen Daten erlaubt, die sich hinter den Ergebnissen der klinischen Studien zugelassener sowie eingestellter Medikamente verbergen. Um sicherzustellen, dass diese Informationen ausschließlich für berechtigte wissenschaftliche Analysen verwendet werden, müssen Wissenschaftler eine entsprechende Anfrage senden, die von einem unabhängigen Expertengremium auf wissenschaftlichen Mehrwert überprüft wird. Bei Genehmigung wird der Zugang über eine gesicherte Website gewährt. Dies ermöglicht eine genauere Untersuchung der Daten sowie die Verknüpfung unterschiedlicher Studien mit dem Ziel, entweder die eigene Forschung voranzutreiben, mehr über die Medikamentenwirkung in unterschiedlichen Patientensubgruppen zu lernen, oder die Medikamentenverabreichung im Sinne des Patientennutzens zu optimieren.

Diese Initiative beflügelt die Hoffnung der klinischen Forschungsgemeinschaft, mit der Entwicklung eines größeren Systems Wissenschaftlern den Zugang zu klinischen Studiendaten unterschiedlicher Hersteller zu ermöglichen. GSK erhofft sich dadurch einen wichtigen Schritt in Richtung der Entwicklung jenes größeren Systems.