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Siemens trennt sich von Solargeschäft

Erlangen (afp) – Siemens zieht sich im Zuge seines angekündigten Sparprogramms aus dem Solargeschäft zurück. Die Erwartungen in diesen Geschäftsbereich hätten sich „nicht erfüllt“, es gebe deshalb bereits Gespräche mit Kaufinteressenten, teilte das Unternehmen am Montag in Erlangen mit. Bei den erneuerbaren Energien will sich Siemens künftig voll und ganz auf Wind- und Wasserkraft konzentrieren.

Siemens begründete die Trennung von seinem Solargeschäft unter anderem mit dem „starken Preisdruck“ auf den Solarmärkten. Zudem sei in dem Bereich das Wachstum geringer als erwartet. Darüber hinaus hätten sich die Rahmenbedingungen verändert. Der Energiesektor solle deshalb „verschlankt“ werden.

„Der globale Markt für Solarthermie ist von vier Gigawatt auf zuletzt etwas über ein Gigawatt zurückgegangen. Hier werden künftig Spezialanbieter ihre Stärken ausspielen können“, erklärte Vorstandsmitglied Michael Süß. Dampfturbinen, Generatoren und Netz- und Leittechnik für Solarthermie- und Photovoltaik-Kraftwerke will Siemens aber weiter anbieten.

Der Konzern erklärte, er rechne damit, dass im Jahr 2030 regenerativ erzeugte Energie 28 Prozent des weltweiten Strommix ausmachen werde. Den „größten Beitrag“ würden dabei „weiterhin“ Wasserkraft und Windenergie leisten. Auf diese Bereiche will sich das Unternehmen von nun an konzentrieren.

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CSRjournalist

Achim Halfmann ist Geschäftsführer von CSR NEWS und lebt im Bergischen Land. Seine Themen liegen vorallem in den Bereichen Gesellschaft, Medien und Internationales.

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