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WindMade: Hörgerätehersteller Widex als erstes Unternehmen ausgezeichnet

Der dänische Hersteller von Hörgeräten Widex ist weltweit das erste Unternehmen, dem das WindMade-Label verliehen wurde. Mit diesem von den Vereinten Nationen (UN) gegründeten Label werden Unternehmen ausgezeichnet, die mindestens 25 Prozent ihrer Energie aus Windkraft beziehen. Mit der Auszeichnung sieht Widex seine Strategie einer nachhaltigen Produktion bestätigt und hofft auf weitere Nachahmer.

Stuttgart/Lynge (csr-news) > Der dänische Hersteller von Hörgeräten Widex ist weltweit das erste Unternehmen, dem das WindMade-Label verliehen wurde. Mit diesem von den Vereinten Nationen (UN) gegründeten Label werden Unternehmen ausgezeichnet, die mindestens 25 Prozent ihrer Energie aus Windkraft beziehen. Mit der Auszeichnung sieht Widex seine Strategie einer nachhaltigen Produktion bestätigt und hofft auf weitere Nachahmer.

Richard Tøpholm, Mitglied der Geschäftsführung und Sohn des amtierenden CEO, der u.a. für den Neubau des Firmensitzes verantwortlich zeichnete, äußert sich zur Auszeichnung: „Als Hightech-Unternehmen sind wir gefordert, beständig Innovationen hervorzubringen und stets nach der besten Lösung zu suchen. Wir konnten die Nutzung fossiler Brennstoffe komplett eliminieren und sind sicher, dass wir damit den besten Grundstein für die Zukunft gelegt haben – sowohl für unser Unternehmen als auch für die Gesellschaft“. Erst 2010 hat das Unternehmen seinen neuen Firmensitz eingeweiht und mit modernster Umwelttechnik ausgestattet. Auf dem Gelände des Widex-Firmensitzes in Lynge, nördlich von Kopenhagen, erzielt ein Windrad sogar 95 Prozent der zur Produktion benötigten Energie. Außerdem werden für die Energiegewinnung 20.000 Solarzellen und eine Geothermie-Anlage betrieben. Damit produziert Widex CO2-neutral und speist darüber hinaus überschüssige Energie in das lokale Energienetz ein. Henrik Kuffner, CEO der WindMade-Initiative der UN, kommentiert: „Wir gratulieren Widex dazu, dass es als Pionier das erste jemals zertifizierte WindMade-Unternehmen ist. Mit dem Bekenntnis zu erneuerbaren Energien und der Zertifizierung hat Widex Maßstäbe gesetzt und inspiriert Unternehmen und Konsumenten auf der ganzen Welt, sich für nachhaltige Produkte zu entscheiden“. In Deutschland beschäftigt Widex rund 100 Mitarbeiter, weltweit sind es rund 3500.

In den nächsten Monaten sollen weitere Unternehmen mit dem WindMade-Label zertifiziert werden, darunter auch die Deutsche Bank. Sie ist Mitgründer der Ende 2011 gegründeten Initiative. WindMade will mit der Etablierung des gleichnamigen Labels Transparenz für Verbraucher schaffen. Bislang sei es Konsumenten praktisch unmöglich, Unternehmensangaben zum Einsatz erneuerbarer Energien zu überprüfen. Das Label wird in zwei Versionen vergeben, als Typ 1 für die 100 %ige Nutzung von Windkraft oder als Typ 2 für einen erneuerbaren Energie-Mix, bei dem die Windkraft mindestens 45 Prozent betragen muss. Zu den Initiatoren gehört auch die Lego-Group. Bis 2020 will das Unternehmen vollständig auf erneuerbare Energiequellen umgestellt haben. Ein Schritt ist die Beteiligung an einem Offshore-Windpark in der Nordsee. Anfang des Jahres gab Lego seine Beteiligungsabsicht bekannt. Mehr als 400 Millionen Euro investiert das Unternehmen in das Projekt. Der Windpark mit 77 Turbinen wird als Joint Venture von drei dänischen Unternehmen gebaut. „Diese massiven Investitionen in Windenergie sind keine einmalige Aktion, sondern integraler Bestandteil unserer Vision, weltweit positiven Einfluss auszuüben. Wir befinden uns am Anfang einer nie endenden Reise, und Investitionen in erneuerbare Energien sind ein großer Schritt in die richtige Richtung“, so Jørgen Vig Knudstorp, CEO der LEGO-Gruppe, bei der Bekanntgabe der Beteiligung. Der Windpark wird ca. 55 km vor der deutschen Nordwestküste errichtet und etwa 300.000 deutsche Haushalte mit Strom versorgen.

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