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Fischfutter mit MSC-Siegel: Aquaristikunternehmen und WWF kooperieren

Wenn ein mittelständiges Unternehmen mit dem WWF kooperiert, kann das innovative Auswirkungen nach sich ziehen: Das MSC-Siegel für ein Zierfischfutter zum Beispiel. Das Hofer Unternehmen Söll entwickelt und produziert mit seinen etwa 70 Mitarbeitern umweltverträgliche Produkte für Teiche und Aquarien. Seit etwa drei Jahren kooperiert Söll mit der Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF).

Hof (csr-news) – Wenn ein mittelständiges Unternehmen mit dem WWF kooperiert, kann das innovative Auswirkungen nach sich ziehen: Das MSC-Siegel für ein Zierfischfutter zum Beispiel. Das Hofer Unternehmen Söll entwickelt und produziert mit seinen etwa 70 Mitarbeitern umweltverträgliche Produkte für Teiche und Aquarien. Seit etwa drei Jahren kooperiert Söll mit der Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF). Dort gibt es einen festen Ansprechpartner für Söll, der das Unternehmen in Bezug auf ein umweltverträgliches Wirtschaften begleitet.

Der WWF berät telefonisch und vor Ort in Hof, vermittelt hilfreiche Kontakte, stellt Unterlagen zur Verfügung und gibt Tipps: zu Verwendung von Recyclingpapier, zur Umweltzertifizierung der Produktionsstätte oder zur Weiterentwicklung der Kunststoffverpackungen. Die Naturschutzorganisation und die Hofer Firma passen zueinander, sagt Unternehmenssprecherin Tina Lück: Söll wolle keinen Raubbau an der Natur betreiben und der WWF das Umweltbewusstsein bei Verbrauchern voranbringen. Seit Oktober ist Söll offizieller WWF-Partner, zeigt das Logo der Organisation auf seiner Website und zahlt eine Lizenzgebühr. Und der Beratungsprozess wird fortgesetzt.

Aus der Kooperation entstand die Idee, das Fischfutter „Organix“ mit dem Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) zu versehen. Das wird für einen natur- und bestandsschonenden Fischfang erteilt. Ein wesentlicher Bestandteil von „Organix“ sind Alaska-Lachse mit „Schönheitsfehler“, die nicht in die menschliche Ernährungskette einfließen. Söll bewirkte bei der zuliefernden Fischerei, dass diese sich vom MSC zertifizieren ließ. Voraussetzung dafür ist die Beachtung der MSC-Richtlinien; dazu gehören der Verzicht auf den Fang bedrohter Fischbestände, die Vermeidung von Beifang und der Verzicht auf Schleppnetze. Und so prangt seit August – innovativ für die Tierfutterbranche – das blau-weiße MSC-Siegel auf den Organix-Fischfutterdosen. WWF-Sprecher Jörg Ehlers erklärte dazu gegenüber der Presse: „Die Zusammenarbeit ist ein Beispiel dafür, dass wir in allen Bereichen des täglichen Lebens mehr auf Nachhaltigkeit setzen können. Die Überfischung der Meere zu stoppen ist eine der großen Zukunftsaufgeben, denen wir uns stellen müssen“.