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Gauck: Nachhaltigkeit braucht unternehmerische Gestaltung

In Deutschland kommt die „Versöhnung von Ökologie und Ökonomie“ voran. Diese Auffassung vertrat Bundespräsident Joachim Gauck bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises in Leipzig. „Hier sind wir bei denen, die genau wissen, dass das Wünschenswerte allein noch nicht das Entscheidende ist. Es muss ins Machbare verwandelt werden, in überzeugende Produkte und Innovationen“, so das Staatsoberhaupt. Es reiche nicht aus, politisch korrekt nur Nachhaltigkeit zu fordern.

Leipzig (csr-news) – In Deutschland kommt die „Versöhnung von Ökologie und Ökonomie“ voran. Diese Auffassung vertrat Bundespräsident Joachim Gauck am Sonntag bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Leipzig. „Hier sind wir bei denen, die genau wissen, dass das Wünschenswerte allein noch nicht das Entscheidende ist. Es muss ins Machbare verwandelt werden, in überzeugende Produkte und Innovationen“, so das Staatsoberhaupt. Es reiche nicht aus, politisch korrekt nur Nachhaltigkeit zu fordern. Gauck weiter: „Sie muss zwar politisch gewollt, aber sie muss auch unternehmerisch gestaltet und dann gesellschaftlich akzeptiert werden.“

Diskussionen seien ebenso nötig wie Innovationen, sie dürften aber nicht rein ideologisch ausgerichtet sein. „Wir gewinnen nur im Ringen um die richtigen Lösungen: technisch, politisch und gesellschaftlich“, sagte der Bundespräsident. Die Energiewende bezeichnete er als einen ehrgeizigen Weg, auf dem Deutschland seine industriellen Traditionen in den Bereichen Stahl, Automobilindustrie, Chemie und Elektroindustrie nicht aufgeben wolle. Die Bürger wollten an den Planungen dazu beteiligt werden und nicht nur am Ende betroffen sein.

Angesichts der großen ökologischen Herausforderungen wie der Klimaerwärmung appellierte Gauck an den Forschergeist: „Wir müssen eben das vor uns liegende nicht nur fürchten, sondern uns sind die Potentiale in Herz und Hirn gegeben, unsere Zukunft zu gestalten.“ Zugleich erinnerte der Bundespräsident an die Verantwortung der Deutschen für ihren Konsum: „Wenn die Menschen überall auf der Welt so konsumieren würden wie wir, dann wäre das eigentlich die größte Umweltbelastung.“

Den mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas nahmen der Mitbegründer und Aufsichtsratschef der SMA Solar Technology, Günther Cramer, sowie das Forscher-Unternehmer-Duo Andreas Bett, stellvertretender Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, und Hansjörg Lerchenmüller, Geschäftsführer der Soitec Solar, entgegen.

Weitere Informationen bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt:
www.dbu.de

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