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Papier, Druck und Versand: Klimaneutral versenden

Bis zu 15 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen gehen auf das Konto der Transportbranche. Auf der Suche nach betrieblichen Reduktionspotenzialen wird zunehmend auch der Post- und Paketversand ausgemacht. Längst haben sich die Anbieter darauf eingestellt und bieten den CO2-neutralen Versand an. Vorreiter DHL hat im letzten Jahr schon 1,86 Milliarden Sendungen klimaneutral transportiert. Ein Überblick.

Norden (csr-news) > Bis zu 15 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen gehen auf das Konto der Transportbranche. Auf der Suche nach betrieblichen Reduktionspotenzialen wird zunehmend auch der Post- und Paketversand ausgemacht. Längst haben sich die Anbieter darauf eingestellt und bieten den CO2-neutralen Versand an. Vorreiter DHL hat im letzten Jahr schon 1,86 Milliarden Sendungen klimaneutral transportiert. Ein Überblick.

Einer Studie der DHL aus dem Jahr 2010 zufolge sind fast zwei Drittel der Unternehmen der Ansicht, dass Versand und Transport zukünftig eine wesentliche Rolle bei der Verbesserung der CO2-Bilanz spielen. Vor allem im Online-Geschäft setzt sich der klimaneutrale Versand zumindest als Wahlmöglichkeit durch. Manche Anbieter gehen allerdings schon einen Schritt weiter und bieten nur noch den grünen Versand an. Dazu gehört Tchibo, die zunächst auch alternative Versandmöglichkeiten angeboten hatten, seit dem Frühjahr nun alle Pakete über das DHL-Angebot GoGreen versenden. Die Zusatzkosten für diese etwas teurere Versandoption werden von Tchibo getragen. Das Prinzip des klimaneutralen Transports basiert im Wesentlichen auf den Aktionsfeldern Vermeidung und Kompensation. Das bedeutet, dass zunächst alle Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-Emissionen ergriffen werden. Von der Optimierung der Tourenplanung, über Fahrertrainings bis hin zu modernen Flotten mit umweltfreundlichen Antrieben. Nicht vermeidbare Emissionen werden durch entsprechende Klimaschutz- oder Aufforstungsprojekte kompensiert.

Nachfolgend eine Übersicht über die Angebote der Versanddienstleister:

DHL
Die Deutsche Post bietet ihr klimafreundliches Versandangebot GoGreen für alle Versandoption an, vom Brief, über Pakete bis hin zum Mailingversand. Die Kunden erhalten einmal jährlich ein Zertifikat, in dem die eingesparten CO2-Emissionen ausgewiesen sind. Rund 134.000 Tonnen betrug dieser Ausgleich im vergangenen Jahr für alle Kundensendungen. GoGreen gehört zu den umfangreichsten und transparentesten Angeboten im Markt.

DPD
Als bislang einziger Versender hat sich DPD für einen klimaneutralen Versand aller Sendungen entschieden, ohne Aufpreis. TotalZero nennt sich das Programm und wird seit Juli dieses Jahres in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und in den Benelux-Staaten angeboten. Rund 500.000 Tonnen CO2 sollen damit jährlich eingespart werden.

UPS
UPS bietet seinen Kunden die Versandoption „carbon neutral“. Dies berücksichtigt alle direkten, indirekten und durch Drittanbieter, mit der Sendung anfallenden Emissionen. Die entstandenen Emissionen werden weltweit in Klimaschutzprojekten kompensiert.

GLS
Bei GLS wird der klimaneutrale Versand nicht als eigene Option angeboten, sondern ist Bestandteil des unternehmensweiten Umweltschutzprogramms „Think Green“.

Hermes
Das Logistikunternehmen Hermes betreibt die Reduzierung der CO2-Emissionen entlang der gesamten logistischen Wertschöpfungskette. Unter dem Motto „We-Do“ werden beispielsweise elektrisch betriebene Fahrzeuge für die Auslieferung eingesetzt. Insgesamt hat Hermes seine transportbedingten CO2-Emissionen pro Paketeinheit auf der „Letzten Meile“ seit 1994 bereits um 42 Prozent reduziert, in der gesamten Distributionslogistik wurde eine 17-prozentige Optimierung erreicht.

TNT
Beim TNT PostRegio Service können Unternehmen mit der Versandoption 100! ProKlima ihre Briefe und Päckchen klimaneutral versenden, müssen dafür allerdings einen Aufpreis von mindestens einem Euro bezahlen. Der CO2-Ausstoß wird getrennt erfasst und in internationalen Klimaschutzprojekten kompensiert.

FedEx
Das amerikanische Versandunternehmen FedEx betreibt sein Umweltprogramm EarthSmart, in dem auch die CO2-Belastung der transportierten Sendungen reduziert werden soll. Dazu werden Elektrofahrzeuge betrieben und auch die Flugzeug-Flotte durch moderne Maschinen ersetzt.

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Der lokale Anbieter versendet innerhalb Berlins alle Briefsendungen klimaneutral. Max.Grün nennt sich die Versandoption für die keine Mehrkosten entstehen. Kompensiert wird in Kooperation mit First Climate in weltweiten Klimaschutzprojekten.

Die zweite Post
Der in der Nähe von Darmstadt beheimatete Postdienstleister bietet unter dem Namen grün2 eine kostenfreie klimaneutrale Versandoption.