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KSB: Nachhaltigkeit mit Integriertem Management statt Stabsstellen

Auch größere Mittelständler müssen für ihr Nachhaltigkeitsengagement keine eigene Personalstelle schaffen. Sie können Nachhaltigkeitsthemen in ein bestehendes Qualitätsmanagement-System integrieren, sagt Rainer Michalik aus dem Integrated Management des weltweit tätigen Pumpen und Armaturen-Herstellers KSB Group.

Frankenthal (csr-news) – Auch größere Mittelständler müssen für ihr Nachhaltigkeitsengagement keine eigene Personalstelle schaffen. Sie können Nachhaltigkeitsthemen in ein bestehendes Qualitätsmanagement-System integrieren, sagt Rainer Michalik aus dem Integrated Management des weltweit tätigen Pumpen und Armaturen-Herstellers KSB Group gegenüber CSR NEWS.

Mit über 15.000 Mitarbeitern ist KSB ein sehr großer Mittelständler mit 140-jähriger Firmengeschichte. Die Mehrheit des KSB-Aktienkapitals befindet sich im Eigentum der KSB-Stiftung, die der Förderung der Naturwissenschaften sowie der Ausbildung wissenschaftlicher Nachwuchstalente dient. Das Thema „Ausbildung“ wird daher bei KSB großgeschrieben. Weitere wichtige Verantwortungsthemen sind der Umwelt- und der Arbeitsschutz. Seit gut 50 Jahren ist das Unternehmen in Ländern wie Indien, Pakistan und Brasilien tätig, in denen diese Bereiche als besonders sensibel gelten. Das Nachhaltigkeitsengagement seines Unternehmens nennt Michalik daher auch eine „Versicherung für die Zukunft“.

Eine separate Nachhaltigkeitsabteilung gibt es bei KSB dennoch nicht. Den Verantwortlichen für das Qualitätsmanagement fallen auch die Themen Arbeitssicherheit, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu. Das macht die Aufgabe interessanter und das Engagement glaubwürdiger. Michalik weiter: „Man kann das pragmatisch umsetzen, mit gesundem Menschenverstand.“ Bereits 2003 habe KSB die Themen Umwelt- und Arbeitssicherheit mit dem Qualitätsmanagement „verheiratet“ und ein „integriertes Managementsystem“ geschaffen.

Dabei nimmt KSB Verantwortungsthemen keineswegs auf die leichte Schulter. Bei der Zertifizierung der ausländischen Standorte kommen deshalb Unternehmen aus Deutschland zum Zuge. Michalik selbst fragt einmal im Jahr in den Regionen ab, welche Maßnahmen dort im Rahmen der KSB-Mitgliedschaft zum UN Global Compact durchgeführt werden. Seit 2010 gehört KSB dem weltweiten Verantwortungsnetzwerk an. So wie das Management erfolgt auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung integriert im Rahmen des Geschäftsberichtes. „Wir schreiben dafür kein zweites Telefonbuch“, sagt Michalik. Aktionäre und Stakeholder des Unternehmens bevorzugten ein Dokument.

Der englische Jahresbericht mit seinen Corporate Social Responsibility-Informationen wird vom UN Global Compact als Fortschrittsbericht akzeptiert und jährlich auf dessen Website hochgeladen. An den regionalen Netzwerktreffen des Global Compact nimmt Michalik soweit wie möglich teil. Sie seien eine wichtige Plattform, auf der sich Unternehmen austauschen und voneinander profitieren. Dort und bei Vorträgen der Industrie- und Handelskammer stellt Michalik anderen Mittelständlern vor, wie Nachhaltigkeit im Rahmen eines integrierten Managements umgesetzt werden kann.

Der >> KSB-Geschäftsbericht mit CSR-Informationen (PDF, englisch)

Die >> KSB-Seite des UN Global Compact

Das Thema „Verantwortung“ auf der >> deutschen KSB-Website

Foto: Der Kavitationsprüfstand für Kreiselpumpen