Nachrichten

UN-Atlas zeigt Zusammenhang von Klimawandel und Krankheitswellen

Genf (afp) – Ein Atlas der Vereinten Nationen soll bei der Vorhersage von wetterabhängigen Krankheitswellen helfen. Mit dem Atlas könnten Gesundheitsrisiken aufgezeigt werden, die in Zusammenhang mit Klimawandel und Extremwetterlagen stehen, sagten die Generalsekretäre der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Montag in Genf. Der „Atlas der Gesundheit und des Klimas“ solle Verantwortlichen bei Entscheidungen unterstützen, sagte WHO-Chefin Margaret Chan an der Seite von WMO-Chef Michel Jarraud.

Der Atlas liste etwa Krankheiten wie Durchfall, Malaria, Denguefieber und Meningits auf. Diese würden oft von plötzlich eintretenden, aber vorhersehbaren Wetterlagen begünstigt. So gebe es jedes Jahr heiße, staubige Winde in 20 Ländern der afrikanischen Subsahara, die dort zur Verbreitung der bakteriellen Meningitis beitrügen. Mit den Informationen darüber könnte rechtzeitig dagegen geimpft werden. Warnmeldungen seien vor allem wegen des weltweiten Klimawandels wichtig. So könnten empfindliche Menschen vor Hitzewellen wie 2003 in Westeuropa oder vor zwei Jahren in Russland informiert werden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar