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VfL Wolfsburg: Verantwortung gelingt nur im Miteinander

In der Bundesliga befindet sich der VfL Wolfsburg derzeit im Tabellenkeller, führend ist er aber beim Thema Nachhaltigkeit: „Wir stehen in der Öffentlichkeit und haben Vorbildwirkung“, sagt der Wolfsburger CSR-Manager Nico Briskorn gegenüber CSR NEWS. Verantwortungsübernahme sei Teil des Markenbildes des VfL Wolfsburg und in dessen DNA verankert. Zudem sei der Verein seinem Publikum verpflichtet und wolle der Region etwas zurückgeben.

Wolfsburg (csr-news) – In der Bundesliga befindet sich der VfL Wolfsburg derzeit im Tabellenkeller, führend ist er aber beim Thema Nachhaltigkeit: „Wir stehen in der Öffentlichkeit und haben Vorbildwirkung“, sagt der Wolfsburger CSR-Manager Nico Briskorn gegenüber CSR NEWS. Verantwortungsübernahme sei Teil des Markenbildes des VfL Wolfsburg und in dessen DNA verankert. Zudem sei der Verein seinem Publikum verpflichtet und wolle der Region etwas zurückgeben.

Bei seinem gesellschaftlichen Engagement blickt der Verein auf eine sechsjährige Geschichte und die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit 225 Sozialpartnern zurück. „Wir entwickeln Projekte mit Gemeinschaftscharakter, denn nur so lässt sich in den Köpfen etwas bewegen“, sagt Nico Briskorn.

Neu: der strategische Blick

Aus der bisherigen Zusammenarbeit kennt der VfL die Erwartungen seiner Anspruchsgruppen und der Fans. Im Rahmen der Corporate Social Responsibility stellt sich der Verein nun seit zwei Jahren systematisch und strategisch seinen Verantwortungsthemen. Dabei seien die Unternehmensnähe und die Beziehungen zu dem Mutterkonzern Volkswagen hilfreich. Der VfL Wolfsburg werde in manchen Bereichen gemanagt wie ein Unternehmen, eine Arbeitnehmervertretung wie in Wolfsburg gebe es wohl in keinem anderen Bundesligaverein, so Nico Briskorn.

Dreieinhalb Mitarbeiter bilden die im Juli 2010 gebildete und der Geschäftsführung zugeordnete CSR-Stabsstelle. Ein weiteres Team beschäftigt sich mit Umweltthemen. Am Anfang der Arbeit standen eine Ist-Analyse und Workshops mit den Vereinsabteilungen. Als zentrale Themen wurden dabei Gesundheit – hier können die Fußballer als Vorbilder dienen – und Bildung identifiziert. Bei letzterer sei die englische Fußballliga mit ihren Lernzentren ein Vorbild. Die Sportvereine könnten zur Lernmotivation junger Menschen beitragen. So engagiert sich der VfL Wolfsburg mit E-Learning-Programmen wie dem VfL-Wiki und nutzt die neuen Medien. Bei der Ausbildung seiner eigenen Nachwuchsspieler achtet der Verein darauf, dass diese auch eine berufliche Qualifikation erwerben.

Ein wichtiges Thema ist Umweltverantwortung. Dem wollen die Wolfsburger mit der Verwendung von Recyclingpapier, dem Bezug von Ökostrom sowie dem Einsatz von Bewegungsmeldern und LED-Lampen gerecht werden. Zudem erstellt der Verein seine CO2-Bilanz. Klar ist bereits: Ein wesentlicher Anteil der CO2-Emissionen geht auf die Anreise der Fans mit PKWS zu den Auswärtsspielen zurück. Nico Briskorn: „Hier eine Verhaltensänderung zu erzielen ist eine große Herausforderung für die Zukunft.“ Verantwortungsübernahme gelingt nur gemeinsam.

Von anderen abschauen

Nachhaltigkeit ist für die Vereine dabei kein Wettbewerbsmerkmal, sondern die Fußballer wollen dabei gemeinsam vorankommen. Auf Initiative aus Wolfsburg bildet sich vor einem Jahr ein Arbeitskreis, an dem auch die Vereine aus Bremen, Hamburg, Mainz, Köln und Leverkusen sowie Schalke 04 teilnehmen. Dort werden innovative Projekte vorgestellt und CSR-Wissen wird weitergegeben. Nico Briskorn: „Bei der Nachhaltigkeit ist es eine gute Sache, von anderen abzuschauen.“ Der Deutsche Fußballbund fördert das Thema mit seiner Nachhaltigkeitskommission und die Deutsche Fußballliga mit der Bundesligastiftung.

Seit Juni arbeitet der VfL Wolfsburg an der Erstellung seines ersten Nachhaltigkeitsberichtes, der in etwa einem Monat erscheinen soll. Der Bericht wird sich am GRI-Standard orientieren und 20 messbare Ziele im Rahmen des Wolfsburger CSR-Programms benennen. „In Sachen CSR haben wir inzwischen ein gutes Stück Weg zurückgelegt“, sagt Nico Briskorn.

Die >> Nachhaltigkeitsseiten des VfL Wolfsburg im Internet

Foto: Das Umweltteam mit Nico Briskorn (Leiter CSR), Kristian Mallon (Assistent Organisation des Stadionbetriebs) und Maik Rummel (Technischer Leiter)