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Länder für Klarheit bei Kosten für Eindämmen von Antibiotikaeinsatz

Berlin (afp) – In der Debatte über die angestrebte Eindämmung des Einsatzes von Antibiotika in der Tiermast fordert der Bundesrat von der Bundesregierung eine genauere Aufschlüsselung der Kostenverteilung auf die Länder. In den Bundesländern gebe es einen erheblichen Finanzierungsbedarf, heißt es laut Bundesrats-Pressestelle in einer Stellungnahme der Länderkammer vom Freitag. Ziel der Länder sei, den sorgfältigen Umgang mit Antibiotika weiter zu fördern, die Überwachungsmöglichkeiten effektiver zu gestalten und für Verbesserungen der geplanten Datenbank zu sorgen.

Die Länder wollen demnach den Antibiotikaeinsatz künftig noch weiter senken. Sie regten daher an, Bund, Länder und Wissenschaft an einen Tisch zu bringen, um weitergehende Vorschläge zu erarbeiten. Ziel des Gesetzentwurfs der Bundesregierung ist, die Ausbreitung gefährlicher Antibiotikaresistenzen zu vermindern und für gesunde Lebensmittel zu sorgen. Daher soll der Einsatz künftig nur noch erlaubt sein, wenn er aus therapeutischer Sicht unbedingt erforderlich ist. Entsprechende Kontrollen sollen verschärft werden. Zudem ist eine bundesweite Datenbank zur Überwachung der Antibiotikavergabe geplant.

Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung steht seit geraumer Zeit massiv in der Kritik: Er begünstigt nach Ansicht von Experten die Entwicklung resistenter Erreger. Eine wachsende Zahl von Menschen spricht daher auf eine Behandlung mit Antibiotika nicht mehr an.