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Kalifornier stimmen gegen Gentechnik-Hinweis bei Lebensmitteln

Los Angeles (afp) – Der Vorschlag einer Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel hat bei einer Volksabstimmung in Kalifornien am Dienstag keine Mehrheit gefunden. 54 Prozent der Wähler lehnten nach Behördenangaben den sogenannten “Vorschlag 37” ab, über den zeitgleich mit der Präsidentschaftswahl abgestimmt wurde. Im Fall einer Zustimmung wäre der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat der erste mit einer Kennzeichnungspflicht für Gen-Food gewesen.

Chemiekonzerne und Lebensmittelhersteller, darunter Monsanto, Bayer und BASF sowie Coca Cola und Kellogg, hatten mit einer fast 40 Millionen Dollar (31,3 Millionen Euro) teuren Werbekampagne vor allem im Fernsehen Stimmung gegen den Vorschlag gemacht. Damit reagierten sie auf Umfragen, die zunächst eine breite Zustimmung für eine Kennzeichnungspflicht gezeigt hatten.

Die Initiatoren des Referendums hatten betont, Verbraucher hätten “das Recht, zu wissen, was in unseren Lebensmitteln drin ist”. Die Konzerne wehrten sich gegen eine “Stigmatisierung” der Gentechnik.