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EU erwartet 2013 Höchststand der Arbeitslosigkeit

Brüssel (afp) – Die EU-Kommission erwartet, dass die Arbeitslosenquote in Europa im kommenden Jahr einen Höchststand erreicht, bevor sie dann wieder leicht absinkt. „Die Arbeitslosigkeit wird 2013 mit knapp elf Prozent in der EU und zwölf Prozent im Euroraum ihren Höchststand erreichen“, heißt es in dem am Mittwoch in Brüssel vorgelegten Herbstgutachten. Im September hatte die Quote in der Eurozone auf dem Rekordhoch von 11,6 Prozent gelegen. Damit waren fast 18,5 Millionen Menschen in den 17 Euro-Ländern ohne Job.

Nach einer Arbeitslosenquote von 11,3 Prozent im Jahresdurchschnitt 2012 in der Eurozone soll die Rate den Berechnungen zufolge im kommenden Jahr auf 11,8 Prozent steigen und dann 2014 wieder leicht auf 11,7 Prozent absinken. Die durchschnittliche Quote in allen 27 EU-Ländern steigt der Prognose zufolge nach 10,5 Prozent in diesem auf 10,9 Prozent im nächsten Jahr, bevor sie 2014 um 0,2 Prozentpunkte sinkt.

Angesichts der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit forderte EU-Währungs- und Wirtschaftskommissar Olli Rehn die Mitgliedstaaten auf, weiter an Reformen, soliden Haushalten und Wachstum zu arbeiten. „Europa muss auch in Zukunft eine solide Finanzpolitik mit Strukturreformen verknüpfen, um die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum zu schaffen, das eine Senkung der Arbeitslosigkeit von ihrem derzeit untragbar hohen Stand ermöglicht“, mahnte der finnische Kommissar.

Zudem korrigierte die EU-Kommission ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone für das kommende Jahr deutlich nach unten. Die gemeinsame Wirtschaftskraft der 17 Euro-Länder schrumpft demzufolge um 0,4 Prozent in diesem Jahr und legt dann im Jahr 2014 nur um 0,1 Prozent zu. Im Mai war die EU-Kommission noch von einem Minus von 0,3 Prozent in diesem und einem deutlichen Plus von 1,0 Prozent im kommenden Jahr ausgegangen.

„Der kurzfristige Ausblick für die EU-Wirtschaft bleibt unsicher, doch wird für 2013 eine allmähliche Rückkehr des Wachstums erwartet, das sich 2014 weiter festigen soll“, teilte die EU-Kommission mit. Für die Eurozone sieht die Prognose im Jahr 2014 wieder ein Wachstum um 1,4 Prozent vor. Die Wirtschaftskraft der gesamten EU soll demnach nach einem Minus von 0,3 Prozent in diesem Jahr in den beiden Folgejahren um 0,4 beziehungsweise 1,6 Prozent wachsen.

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