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IT: Wer Chancen nutzen will, muss Risiken beherrschen

Wenn Unternehmen die wirtschaftlichen Chancen der Informationstechnologie nutzen und neue Produkte am Markt durchsetzen wollen, müssen sie Antworten auf deren Sicherheitsrisiken finden. „Wir bewegen uns im Mittelalter – mit Wegelagerern“, sagte Hinrich Voelcker, Global Head of IT-Security der Deutschen Bank, auf der Veranstaltung „The Transatlantic Marketplace: Challenges and Opportunities Beyond 2012“.

Frankfurt am Main (csr-news) – Wenn Unternehmen die wirtschaftlichen Chancen der Informationstechnologie nutzen und neue Produkte am Markt durchsetzen wollen, müssen sie Antworten auf deren Sicherheitsrisiken finden. „Wir bewegen uns im Mittelalter – mit Wegelagerern“, sagte Hinrich Voelcker, Global Head of IT-Security der Deutschen Bank, am Donnerstag in Frankfurt am Main. „Wir sehen Sicherheit als einen Enabler, um etwas tatsächlich nutzen zu können.“ Bei der Suche nach Antworten auf Sicherheitsrisiken sollten Unternehmen konkurrieren und nicht im Wettbewerb stehen, so der IT-Spezialist.

Weiter sagte Voelcker, dass nicht alle IT-Innovationen von der Gesellschaft mitgetragen würden. Als Beispiel nannte er das High Frequency Trading, den mit Computerunterstützung möglichen Hochgeschwindigkeitshandeln mit Wertpapieren.

Auf der Veranstaltung „The Transatlantic Marketplace: Challenges and Opportunities Beyond 2012“ sagte der CEO von T-Systems, Reinhard Clemens: IT „bringt uns näher an den Kunden“. Das Handy werde zum Speicher einer mobilen Identität. Daraus ergebe sich die Frage, wie transparent Kundendaten ausgewertet werden sollten, ob etwa die Aufenthaltsorte der Handynutzer gespeichert werden dürften. Informationen über ihre Kunden würden für Unternehmen immer wichtiger. In den letzten zwei Jahren seien 90 Prozent aller Daten gespeichert worden, die jemals erfasst wurden.

In den USA sei der Musikmarkt bereits zu 60 Prozent von digitalen Produkten bestimmt, sagte der Vorstand für Unternehmensentwicklung von Bertelsmann, Thomas Hesse. „Wir brauchen neue digitale Produkte und Geschäftsmodelle, die Menschen begeistern“, so Hesse. Gesucht seien Modelle, die Verhalten der Konsumenten sichtbar machten und neue Formen der Werbung ermöglichten. Dabei müsse das „geistige Eigentum als Säule des Wirtschaftslebens“ geschützt werden.

Unter dem Motto „Bring your own device“ unterstützen viele US-amerikanische Firmen die Nutzung privater Smartphones am Arbeitsplatz. Deutsche Unternehmen seien damit zurückhaltender, sagte der Vice President von Hitachi Data Systems, Hubert Yoshida. Die Verwendung privater Smartphones im Beruf integriere Arbeitsthemen in das Privatleben und erhöhe so die Produktivität, so Yoshida. Arbeitgeber müssten auch dabei den Umgang mit Sicherheitsrisiken klären, etwa wie Unternehmensdaten bei einem Verlust des privaten Handys vor Missbrauch geschützt werden könnten.

Die Transatlantische Jahreswirtschaftskonferenz im Internet:
www.transatlantikkonferenz.de

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