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Mehr als 120.000 MINT-Fachkräfte fehlen in deutschen Unternehmen

Berlin (afp) – Deutschen Unternehmen fehlen mehr als 100.000 Fachkräfte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Im Oktober habe es 120.000 mehr offene Stellen für Akademiker in den sogenannten MINT-Fächern gegeben als Arbeitssuchende, hieß es im sogenannten MINT-Report, der am Mittwoch vorgestellt wurde. Trotz der gestiegenen Zahl von Studienanfängern in diesen Fächern bleibe die Lage unverändert angespannt – unter anderem wegen der hohen Abbrecherquoten von mehr als 50 Prozent.

Besonders groß seien die Engpässe in den Ingenieurberufen Maschinen- und Fahrzeugtechnik, erklärte der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther. Keine Engpässe gebe es hingegen bei Chemikern oder Biologen. Insgesamt gebe es in 17 von 24 MINT-Berufskategorien mehr offene Stellen als Arbeitslose.

Der MINT-Report wird zweimal jährlich durch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt. Die Studie entsteht im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall und der Initiative “MINT Zukunft schaffen”.