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Kritik an Nachhaltigkeitsbericht von Glencore

Zürich (csr-news) – Gestern hat der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore seinen zweiten Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt und berichtet darin über seine Aktivitäten im Jahr 2011. So berichtet das Unternehmen auch über Unfälle in den betriebenen Minen. 18 Menschen sollen im vergangenen Jahr bei der Arbeit in den Minen ums Leben gekommen sein, so viele wie in den Jahren zuvor. Damit verfehlt Glencore seine selbst gesteckten Ziele, mehr für die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter zu tun. Dennoch sieht sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg. Ivan Glasenberg, Chief Executive Officer von Glencore International plc, sagte: „Nachhaltigkeit ist ein Schwerpunkt der gesamten Gruppe und dieser Bericht zeigt unser Engagement für die Mitarbeiter, unsere Kunden, die Umwelt und die Regionen in denen wir tätig sind“. Ganz anderes schätzt die Schweizer Entwicklungsorganisation Fastenopfer und die Hilfsorganisation „Brot für alle“ den Bericht ein. «Noch immer betrachtet Glencore das Thema der Menschenrechte vorwiegend als eine Frage der Nächstenliebe und nicht als Teil der Unternehmensverantwortung.» Dieses enttäuschende Fazit zieht Chantal Peyer, bei „Brot für alle“ verantwortlich für das Thema Unternehmen und Menschenrechte. Die beiden Werke Fastenopfer und Brot für alle haben 2011 eine umfangreiche Studie zur Lage rund um die Tätigkeit von Glencore in der DR Kongo veröffentlicht. Darin werfen die Organisationen dem Konzern die Missachtung von Arbeitsrechten, die Billigung von Kinderarbeit und die Verursachung massiver Umweltschäden vor. Die Analyse des Nachhaltigkeitsberichtes von Glencore für die DR Kongo zeige, dass die Forderungen noch immer berechtigt sind, so die beiden Organisationen.

 

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