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OECD sieht Fortschritte bei Arbeitsmarktintegration von Migranten

Berlin/Paris (afp) – Eine neue Studie der OECD hat Deutschland generelle Fortschritte bei der Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt bescheinigt. Die Beschäftigungsrate von Zuwanderern im Erwerbsalter sei in dem Jahrzehnt zwischen 2000 und 2010 um sieben Prozentpunkte auf 64 Prozent gestiegen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am Montag in Berlin und Paris mit. Damit sei der Anstieg in der Bundesrepublik im Vergleich zu anderen OECD-Staaten deutlicher ausgeprägt.

Mit seinem Wert für 2010 lag Deutschland nahe am OECD-Durchschnitt von 65 Prozent. Wie die Organisation weiter mitteilte, lag die Beschäftigungsquote von Zuwanderern in allen ihren Mitgliedsländern damit nur 2,6 Prozentpunkte unter der von Menschen ohne Migrationshintergrund. „In vielen Bereichen gelingt es OECD-Ländern heute besser als noch vor zehn Jahren, Zuwanderer zu integrieren“, erklärte die Organisation in ihrem ersten vergleichenden Integrationsbericht.

Zuwandererkinder hatten es der Untersuchung zufolge mit Blick auf Arbeit und Ausbildung in Deutschland aber immer noch schwerer als ihre Altersgenossen ohne Migrationshintergrund. 2008 hatten in der Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen 13 Prozent weder eine Beschäftigung noch absolvierten sie eine Ausbildung. Bei Kindern von im Inland geborenen Eltern waren es etwas mehr als neun Prozent.

Die Situation in Deutschland war damit laut OECD aber insgesamt besser als im Schnitt aller ihrer Mitgliedstaaten, wo 16 Prozent der Zuwandererkinder und zwölf Prozent der Kinder inländischer Eltern arbeits- und ausbildungslos waren.

In der OECD sind 34 Industrie- und Schwellenländer vereint, darunter die europäischen Staaten, die USA, Australien, Japan, Südkorea und Mexiko. Die Organisation ist bekannt für ihre viel beachteten Ländervergleichsstudien.

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