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Studie: Softwaresysteme für das Nachhaltigkeitsmanagement

Ohne Softwareunterstützung lässt sich ein professionelles Nachhaltigkeitsmanagement heute kaum noch bewerkstelligen. Obwohl es zahlreiche Angebote auf dem Markt gibt, wird in den Unternehmen gerne noch auf Excel-Tabellen zurückgegriffen. Um etwas Licht ins Dickicht der angebotenen Nachhaltigkeitssoftware zu bringen, hat die Bremer Beratungsgesellschaft brands&values den Markt analysiert und in einer Studie die wichtigsten Anbieter vorgestellt.

Bremen (csr-news) > Ohne Softwareunterstützung lässt sich ein professionelles Nachhaltigkeitsmanagement heute kaum noch bewerkstelligen. Obwohl es zahlreiche Angebote auf dem Markt gibt, wird in den Unternehmen gerne noch auf Excel-Tabellen zurückgegriffen. Um etwas Licht ins Dickicht der angebotenen Nachhaltigkeitssoftware zu bringen, hat die Bremer Beratungsgesellschaft brands&values den Markt analysiert und in einer Studie die wichtigsten Anbieter vorgestellt.

Der Markt für Nachhaltigkeits-Software hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt und verfügt derzeit international über mehr als 100 Anbieter. Das Spektrum der angebotenen Softwarelösungen reicht dabei von sehr spezialisierten Anwendungen bis hin zu modularen Komplettsystemen. Nicht einfach die richtige Lösung für das eigene Unternehmen zu finden. Für brands&values war deshalb das Ziel der Untersuchung, einen Überblick über den Markt und den Nutzwert der angebotenen Lösungen zu geben. Vor allem für international operierende Unternehmen ist die Unterstützung beim Nachhaltigkeitsreporting durch geeignete Software nicht nur sinnvoll, sondern oftmals sogar notwendig. Je komplexer die Berichterstattung wird und je mehr Daten aus unterschiedlichen Quellen dafür benötigt werden, umso schneller stoßen einfache Tabellenkalkulationsprogramme an ihre Grenzen. Vorteile wie beispielsweise eine Realtime-Erfassung, die Verhinderung von Medienbrüchen sowie eine hohe Revisionssicherheit sind nur einige Aspekte, die für eine professionelle Lösung sprechen. Ihre eigentliche Stärke spielen integrierte Systeme allerdings erst dann aus, wenn sie die Nachhaltigkeitsprozesse im Unternehmen abbilden und so nicht nur den Stellenwert des Nachhaltigkeitsmanagements erhöhen, sondern zugleich eine hohe Transparenz über die erbrachte Leistung ermöglichen. Vor allem wenn die Nachhaltigkeitssoftware in die bestehende IT-Umgebung des Unternehmens integriert werden soll oder sogar Bestandteil einer bestehenden ERP-Lösung ist, dann wird der Markt etwas überschaubarer. Für die Studie wurden sechs der, im nordeuropäischen Raum, bekanntesten Anbieter ausgewählt. Alle basieren auf einer modularen Struktur mit einem ganzheitlichen Ansatz und insgesamt über 100 Wahlmodulen. Eine Lösung ist Bestandteil eines ERP-Systems, die anderen laufen als sogenannten Stand-alone-Lösungen jedoch mit der Möglichkeit der Anbindung an bestehende ERP-Systeme.

Der englische Anbieter CRedit360 Ltd. bietet bereits seit 2002 seine gleichnamige Software an. In mehr als 100 Unternehmen ist die Lösung im Einsatz, in Deutschland unter anderem bei der Deutschen Telekom sowie bei der Deutschen Bank. Das Basissystem für das Nachhaltigkeitsreporting kann mit weiteren Modulen beispielsweise zur Lieferkette erweitert werden. Als klar und flexibel wird das Angebot in der Studie bewertet, unter anderem, weil auch komplexe Kennzahlen komfortabel erstellt werden können sowie eine problemlose Anpassung an die Corporate Identity erfolgen kann. Die Software wird mit vier unterschiedlichen Lizenzmodellen angeboten.

Aus Frankreich kommt Enablon und ist mit seinen Nachhaltigkeitslösungen bereits seit dem Jahr 2000 auf dem Markt. In mehr als 300 Unternehmen werden Enablon-Lösungen eingesetzt, in Deutschland unter anderem bei Beiersdorf oder Volkswagen. Als umfassend und modular wird die Software in der Studie bewertet, vor allem weil Enablon das Nachhaltigkeitsmanagement wesentlich umfangreicher abdeckt als andere Anbieter. Der Preis richtet sich nach den gewählten Modulen und der Anzahl der Nutzer.

Als einziger ERP-Anbieter wird SAP in der Studie behandelt. Das Sustainability Performance Management greift automatisch auf Daten aus den abgebildeten Geschäftsprozessen zu und wird in Deutschland unter anderem von SAP selber eingesetzt. Der Preis ist abhängig von der Unternehmensgröße und setzt sich aus Lizenz- und Wartungsgebühren zusammen. Die Bewertung in der Studie lautet, integriert und vertraut unter anderem weil durch  die Integration von Nachhaltigkeitskennzahlen in den SAP-Workflow der Aufwand für die Datenerfassung signifikant reduziert werden kann.

Seit 2004 wird SoFi vom deutschen Anbieter PE INTERNATIONAL angeboten mit inzwischen über 100 Implementierung, in Deutschland unter anderem bei der Münchner Rück und Adidas. Als detailliert und mächtig bewertet die Studie das modulare System. Unter anderem ermöglicht SoFi die Simulation konkreter Managementprozesse, die Erstellung von Prognosen und Szenarien und verfügt über umfangreiche und interaktive Reporting- und Dashboarding-Funktionalitäten. Der Preis für Sofi als Komplettlösung richtet sich unter anderem nach der Anzahl der Nutzer.

Aus Finnland kommt die Nachhaltigkeits-Management-Software Tofuture. Seit 2002 ist das Unternehmen primär im skandinavischen Markt unterwegs, mit Kunden wie Swedish Match oder Vapo. Die Software wurde gemeinsam mit schwedischen Unternehmen anhand konkreter Probleme im Unternehmensalltag entwickelt. Als intuitiv und einfach bewertet die Studie das Angebot und sieht die Stärken unter anderem in einer Fokussierung auf wesentliche Management- und Reportingfeatures. Der Preis richtet sich nach der Anzahl der Nutzer und zusätzlicher Servicegebühren.

Seit 2010 ist der deutsche Anbieter WeSustain mit seinem Angebot am Start und kann auf erste Kunden wie etwa die Lufthansa oder Lanxess verweisen. WeSustain steht stellvertretend für eine neue Generation von Nachhaltigkeits-Management-Software, heißt es in der Studie. Entsprechend wird sie als modern und kollaborativ bewertet. Eine weitere Stärke ist die einfache Anbindung an ein bestehendes SAP-System. Die Kosten richten sich nach der Anzahl der Nutzer, wobei Administratoren und Anwender unterschiedlich behandelt werden.