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Trotz stressigem Alltagsgeschäft nach vorne denken: Esam und der nachhaltige Mittelstand

Der Energiedienstleister Esam ist Gastgeber der 2. Mitteldeutschen Nachhaltigkeitskonferenz im März 2013 in Riesa bei Dresden. Die Tagung will mittelständischen Unternehmen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt Nachhaltigkeitsthemen nahebringen. Dabei gibt Esam gleich selbst ein Beispiel, wie ein nachhaltiges Management im Mittelstand aussehen kann.

Riesa (csr-news) – Der Energiedienstleister Esam ist Gastgeber der 2. Mitteldeutschen Nachhaltigkeitskonferenz im März 2013 in Riesa bei Dresden. Die Tagung will mittelständischen Unternehmen in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt Nachhaltigkeitsthemen nahebringen. Dabei gibt Esam gleich selbst ein Beispiel, wie ein nachhaltiges Management im Mittelstand aussehen kann.

Das Tochterunternehmen der Stadtwerke Riesa managt die Gas-, Strom- und Wärmeversorgung der Immobilien von rund 4.500 Kunden. Dabei achten Geschäftsführer Sven Wilhelm und seine Mitarbeiter in ihrem Kerngeschäft auf ökologische Komponenten: Wie lässt sich Energie einsparen? Können Blockheizungen oder Windkraft zum Einsatz kommen? Esam bietet seinen Kunden eine Kleinstwindkraftanlage, die sich für Einfamilienhäuser und Gewerbeobjekte eignet. Oder Photovoltaikanlagen für Schulen und Altenheime, die damit gewonnene Energie unmittelbar selbst verbrauchen. Dezentral erzeugter Strom sollte „nicht einfach ins Netz eingespeist werden“, sagt Wilhelm. „Das Vermeiden von Stromleitungen halte ich für das Nachhaltigste.“ Die aktuelle Entwicklung spielt ihm dabei in die Hände. Das eigene Wissen über die nachhaltige Energiegewinnung geben Esam-Mitarbeiter in Schulungen an mittelständische Unternehmen und im Physikunterricht der 9. Klassen an umliegenden Schulen weiter.

Ein nachhaltiges Produkt- und Dienstleistungsangebot ist die eine wichtige Säule von Unternehmensverantwortung im Mittelstand, ein nachhaltiger Umgang mit der eigenen Belegschaft die andere. Mittelständler in ländlicher Lage stehen vor der Herausforderung, junge gut ausgebildete Mitarbeiter in der Region und in ihrem Unternehmen zu binden. Für Firmen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR gilt das aufgrund der anhaltenden Ost-West-Wanderung besonders. Für Esam ist deshalb eine Führungskultur mit flachen Hierarchien und einer offenen Türe beim Chef wichtig. Einmal in der Woche treffen sich die 16 Mitarbeiter zu einem Firmenfrühstück. Wilhelm fördert unter seinen Mitarbeitern den Gemeinschaftssinn ebenso wie die Gesundheitsvorsorge: Esam zahlt allen eine Zahnzusatzversicherung und Zuschüsse zum Besuch von Fitness-Studios oder Sportvereinen.

Genauso fördert Wilhelm die Leistungsbereitschaft unter seiner Belegschaft. Weihnachts- und Urlaubsgeld wurden durch eine Beteiligung am Betriebsergebnis ersetzt. „Ich bin nicht auf der Suche nach den billigsten Mitarbeitern, sondern nach den effizientesten“, sagt der Geschäftsführer.

Nachhaltigkeit im Mittelstand gelingt nur in Netzwerken mit Kunden und Lieferanten. Seine Aufträge vergibt der Energiedienstleister nach Möglichkeit an lokale Unternehmen – und er zahlt pünktlich. Was wie eine Selbstverständlichkeit klingen mag, ist es nicht. Selbst die öffentliche Hand hängt mit ihren Zahlungen oft gewaltig hinterher, weiß der Esam-Geschäftsführer zu berichten.

Das nachhaltige Management eines mittelständischen Unternehmens hängt häufig an dem Inhaber oder Geschäftsführer selbst, und der ist „durch das Alltagsgeschäft überfordert, nach vorne zu denken“, so Wilhelm. Der Esam-Geschäftsführer ist im Dresdener Verein INUR engagiert, der solche Unternehmer stärken will und dazu zum zweiten Mal eine Mitteldeutsche Nachhaltigkeitskonferenz veranstaltet. Die Konferenz will ihren Gästen einen nachhaltigen Blick über den Tellerrand ermöglichen. Ansonsten bietet der Verein seinen 19 Mitgliedern ein „INUR-CSR-Siegel“. „Wir waren die Vorreiter“, sagt Wilhelm; Esam ist bereits mit diesem Siegel ausgezeichnet.

Foto: Geschäftsführer Sven Wilhelm mit dem INUR-CSR-Siegel

>> Zum Download als PDF: Flyer der 2. Mitteldeutschen Nachhaltigkeitskonferenz

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