Nachrichten

Kik, Lidl und Metro in Gesprächen über Brandschutzabkommen

Berlin (afp) – Nach den tödlichen Brandkatastrophen in asiatischen Textilfabriken haben die Unternehmen Kik, Lidl und Metro nach Presseinformationen Gespräche über die Unterzeichnung eines Brandschutzabkommens mit der internationalen Organisation Clean Clothes Campaign (CCC) aufgenommen. Es werde geprüft, ob die Unterzeichnung zusätzlich zu den existierenden Richtlinien “sinnvoll” sei, sagte eine Sprecherin des größten deutschen Handelskonzerns Metro der “tageszeitung” vom Montag. Der Verein Kampagne für Saubere Kleidung bestätigte zudem Kontakte zu den Unternehmen Kik und Lidl.

Bislang unterzeichneten das US-Unternehmen PVH mit den Marken Hilfiger und Calvin Klein sowie Tchibo das Brandschutzabkommen der CCC, wie es in dem Bericht weiter hieß. Das Abkommen sieht eine Verbesserung des Arbeitsschutzes vor und würde erstmals Gewerkschaften und Organisationen aus den Produzentenländern erlauben, Textilfabriken zu kontrollieren. In Kraft treten solle das Abkommen, sobald neben PVH drei weitere große Textilfirmen unterschrieben haben.

Bei Bränden in Textilfabriken waren im September in Pakistan rund 300 Menschen und Ende November in Bangladesch mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. In beiden Fällen wurden in den betroffenen Fabriken Brandschutzmängel festgestellt. Kik zahlte nach der Brandkatastrophe in Pakistan eine Million Dollar (773.000 Euro). In dem Werk in Bangladesch wurde unter anderem für die Bekleidungskette C&A gefertigt.