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Arbeit geht bei deutschen Führungskräfte vor Gesundheit

Düsseldorf (csr-news) – Deutsche Top-Führungskräfte erwarten von ihren Mitarbeitern Anwesenheit trotz Krankheit. Das geht aus den Ergebnissen einer Online-Umfrage der Personalberatung LAB & Company und der Hochschule Coburg hervor, an der sich im November und Dezember bundesweit 381 Manager beteiligt haben. Demnach schickt rund ein Drittel der Manager seine Mitarbeiter auch bei ernsten Erkrankungen nicht nach Hause. Außerdem würde jeder Vierte versuchen, für einen erkrankten Mitarbeiter eine Heimarbeit zu organisieren. Viele Chefs nehmen aber auch auf ihre eigene Gesundheit keine Rücksicht: 29 Prozent geben an, bei einer Erkrankung von Zuhause aus zu arbeiten. Bei einer mittelschweren Erkältung würden 58 Prozent der Befragten zur Arbeit gehen.

Anwesenheit am Arbeitsplatz ist für Manager zudem ein Leistungs- und Karrierekriterium. Laut Umfrage befördern 63 Prozent bevorzugt Führungskräfte, die täglich besonders lange arbeiten. 17 Prozent sind der Meinung, dass man sich von häufig kranken Mitarbeitern trennen sollte. In diesem Zusammenhang betonten einige Umfrageteilnehmer die Notwendigkeit langer Arbeitszeiten: „Ohne Zwölf-Stunden-Schichten ist das Pensum nicht mehr zu schaffen“, so einer der Befragten.

Alle Ergebnisse der Umfrage unter www.labcompany.net